Städtetrip nach Regensburg – die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt mit mediterranem Flair

Zwischen meinen Urlauben schiebe ich gern mal einen Städtetrip dazwischen. Da ich im Schwarzwald in einem kleinen Dorf lebe, muss das immer mal wieder sein! Kultur, Sightseeing, Shopping und einfach in ein Straßencafe sitzen und Leute gucken!

Unser letzter Städtetrip führte uns in die Weltkulturerbestadt Regensburg! Die bayrische Stadt an der Donau mit mediteranem Flair wird oft als nördlichste Stadt Italiens bezeichnet.

Gedenkstätte Walhalla

Gestartet haben wir unseren Städtetrip mit der Besichtigung der Ruhmeshalle Walhalla, hoch über der Donau bei der kleinen Ortschaft Donaustauf. Da wir mit dem Auto nach Regensburg fuhren, hat sich dies angeboten.

Parkplätze findest du entweder unten in dem Dorf oder auch oben an der Walhalla. Von Regensburg aus kannst du auch mit dem Boot auf der Donau nach Donaustauf fahren.

Die Walhalla ist ein monumentales Bauwerk, das von König Ludwig I. 1830 in Auftrag gegeben wurde. Er wollte ein Denkmal für bedeutende Persönlichkeiten errichten. Der Architekt ließ sich bei seinem Entwurf ganz offensichtlich von der Athener Akropolis inspirieren: das Bauwerk gleicht von außen einem griechischen Tempel, umgeben von marmornenen Säulen.

Walhalla in Regensburg

Walhalla

 

Zur Eröffnung 1842 wurden 160 Personen, Taten und Gruppen mit 96 Büsten aus Marmor und 64 Gedenktafeln geehrt. Seit Anfang der sechziger Jahre kommt alle fünf bis sieben Jahre eine neue Büste dazu. Einige Tage vor unserem Besuch der Walhalla wurde die Büste der Künstlerin Käthe Kollwitz feierlich enthüllt. Somit umfasst die Sammlung nun 131 Büsten und 65 Gedenktafeln.

Ein kleiner Ausschnitt der Büsten in der Walhalla

Ein kleiner Ausschnitt der Büsten in der Walhalla

 

Im Inneren ist die Walhalla genauso grandios wie von außen. Ein Besuch der Walhalla gehört zu einem Städtetrip nach Regensburg unbedingt dazu!

Hintere Giebelseite in der Walhalla

Hintere Giebelseite in der Walhalla

 

Bei schönem Wetter sitzen auf den Stufen der Walhalla überall Menschen, genießen ein (mitgebrachtes) Getränk, ein Picknick und vor allem die grandiose Aussicht über der Donau und Regensburg.

Sensationelle Ausblick auf die Donau von der Walhalla

Sensationeller Ausblick auf die Donau

 

Stadtführung in Regensburg

Um uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, haben wir eine Stadtführung gebucht, was ich sehr gerne mache. Bei einer Stadtführung erfährst du viel Interessantes und Wissenswertes über das Reiseziel.

Hier kommen meine Higlights der Stadtführung:

Die steinerne Brücke in Regensburg

Ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst ist die Steinerne Brücke über die Donau. Da sollte man auf jeden Fall ein Mal drüber gehen. Von der Brücke aus ergeben sich tolle Aussichten auf die Altstadt von Regensburg mit dem Dom.

Die Steinerne Brücke verbindet den Stadtteil Stadtamhof mit der Regensburger Altstadt und galt im Mittelalter als echtes Weltwunder. Die beeindruckende Brücke überspannt in steinernen Rundbögen auf etwa 300 Meter die Donau.

Steinerne Brücke über die Donau in Regensburg

Steinerne Brücke

 

Die Brücke wurde vermutlich von 1135 – 1146 erbaut und war bis zum Jahre 1935 die einzige Brücke in Regensburg und der weiteren Umgebung über die Donau. Die Bauzeit von nur 11 Jahren war zu der damaligen Zeit eine unglaublich kurze Bauzeit und die Bürger der Stadt sagten sich, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen sein konnte. Daraus entstand folgende Legende, an welche eine Steintafel an der Brücke erinnern soll:

Im Mittelalter, so heißt es, schlossen der Dombaumeister und der Brückenbaumeister eine Wette ab, wer zuerst fertig ist. Als der Brückenbaumeister in Verzug geriet, bat er den Teufel um Hilfe. Der war gerne dazu bereit, verlangte aber als Gegenleistung drei Seelen. Als die Brücke fertig war und eingeweiht werden sollte, jagte der Brückenbaumeister aber zuerst einen Hund, einen Hahn und ein Huhn auf die Brücke. Mit deren Seelen musste der Teufel nun vorlieb nehmen.

Selbst der Strudel, den man im Wasser sehen kann, wenn man von der Brücke schaut, wird durch diese Legende erklärt. Denn angeblich stürzte sich der Teufel hier mit den Tieren in die Donau. Und weil der Hund unter Wasser mit dem Schwanz wedelt und die Hühner mit den Flügeln flattern, ist das Wasser so aufgewühlt.

Der Regensburger Dom St. Peter

Ein weiteres Wahrzeichen von Regensburg ist der gigantische gotische Dom mit seinen beiden 105 Meter hohen Türmen. An diesen kannst du dich immer orientieren, denn sie überragen alle anderen Bauwerke von Regensburg.

Blick auf den Dom in Regensburg

Blick auf den Dom

 

Der Bau des Doms zog sich über 600 Jahre hin, was durchaus verständlich ist, wenn du die unglaublich detailreiche Fassade anschaust.

Übrigens hast du von der Restaurantterrasse im oberen Stockwerk der Galeria Kaufhof einen grandiosen Ausblick auf den Dom!

Kaufmannsburgen mit Geschlechtertürmen in Regensburg

Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte Regensburg eine wirtschaftliche Blütezeit durch den Handel mit dem „weißen Gold“, wie das Salz damals genannt wurde.

Kaufmannsburg Regensburg

Kaufmannsburg

 

Die wohlhabenden Kaufmannsfamilien ließen zu dieser Zeit die Kaufmannsburgen aus Stein bauen, regelrechte Burgen, die sich um einen Innenhof herum gruppierten. Markant an diesen Häusern waren die sogenannten Geschlechtertürme. Als Geschlecht wurden die reichen und mächtigen Familien bezeichnet. Je reicher die Familien waren, um so höher gerieten die Türme, um dies auch zu zeigen. Die Bürger von Regensburg waren so wohlhabend, dass sie ihre Häuser aus Stein bauen konnten und nicht aus Holz, wie damals üblich. Daher stammt auch der Begriff „steinreich“, so reich, dass mit Steinen gebaut werden konnte.

Die damals entstandenen Steinhäuser bestimmen noch heute das Stadtbild von Regensburg. Glücklicherweise wurden die Gebäude von Feuer und Zerstörung im 2. Weltkrieg verschont.

Porta Praetoria, das römische Regensburg

Regensburg ist eine der wenigen Städte in Deutschland, deren Geschichte bis ins Zeitalter der Römer zurückreicht. Die Donau war damals die Grenze zum germanischen Reich und die Römer ließen hier ein Militärlager errichten.

Porta praetoria ist ein römisches Tor in Regensburg

Porta praetoria

 

Heute findest du immer noch beeindruckende Überreste der gewaltigen Stadtmauer, zum Beispiel die Porta Praetoria, neben der Porta Nigra in Trier, das einzige römische Tor nördlich der Alpen.

 

Wurstkuchl – die historische Gar- und Wurstküche

Direkt an der Steinernen Brücke steht seit über 500 Jahren die Wurstkuchl. Hier haben sich schon im Mittelalter Hafenarbeiter und Steinmetze bei einem deftigen Essen gestärkt.

Hier gibt es die bekannte Regensburger Spezialität 6 auf Kraut, also Bratwürste aus der eigenen Metzgerei, serviert auf ebenfalls selbst hergestelltem Sauerkraut mit Kipferl.

Bei unserem Städtetrip nach Regensburg war es sehr warm, da hatte ich nicht wirklich Appetit auf Bratwürste mit Sauerkraut. Bei unserem nächten Besuch der wunderschönen Stadt mit mediterranem Flair werde ich diese sicherlich mal probieren.

Wurstkuchl in Regensburg

Wurstkuchl

 

Die Stadtführung war sehr interessant und kurzweilig, wir haben sehr viel zur Geschichte, Land und Leuten erfahren.

Hier findest du weiterführende Informationen zu Regensburg:*

 

Noch einige interessante Fakten zu Regensburg

  • Die kreisfreie Stadt Regensburg hat knapp 160.000 Einwohner, jedes Jahr kommen mehrere Tausend dazu.
  • ca. 30.000 Studenten sind in Regensburg an Unis oder Hochschulen eingeschrieben.
  • Die historische Altstadt besitzt seit 2006 den Status Unesco-Welterbe. In Regensburg kannst du knapp 1.000 Baudenkmäler besichtigen.
  • Regensburg hat den größten Binnenhafen Bayerns
  • Etwas auf die Lange Bank schieben – diese Redewendung stammt aus Regensburg, ebenso „etwas am grünen Tisch entscheiden“. Die Redewendungen wurden wahrscheinlich auf dem immerwährenden Reichstag etabliert, wo die Bittsteller auf langen Bänken auf die Entscheidungen warten mussten. Die Akten wurden in den langen Bänken verstaut. Der grüne Tisch, an dem die Entscheidungen gefällt wurden, steht wohl immer noch im alten Rathaus.
  • Schloss St. Emmeram, das größte bewohnte Schloss Deutschlands und Stammsitz der Thurn und Taxis, steht ebenfalls am Rande der Regensburger Altstadt. Ein Teil der ca. 500 Räumen ist für die Öffentlichkeit zugängig. Es wird gemunkelt, dass ab und an mal ein neues Zimmer entdeckt wird, das vorher noch nicht bekannt war!
  • Für Sportbegeisterte: In Regensburg kannst du das größte Baseballstadion Deutschlands angucken. Die Armin-Wolf-Arena ist seit 1998 die Spielstätte der Buchbinder Legionäre, vertreten mit Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga.

Mir hat Regensburg überraschend gut gefallen. Ich fahre auf jeden Fall mal wieder hin, vielleicht mal in der Adventszeit, wenn alles weihnachtlich geschmückt ist und vielleicht weniger Menschen unterwegs sind.

Hier findest du noch mehr interessante Städte für einen kurzen Städtetrip in Deutschland:

Bamberg – noch eine Weltkulturerbestadt Bayern

Lindau – eine Idyllische Kleinstadt am Bodensee

Würzburg – die Mainfranken Metropole

Meine Top 3 AUssichtspunkte in München

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5 comments on “Städtetrip nach Regensburg – die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt mit mediterranem Flair
  1. Danke fürs mitnehmen nach Regensburg, ich muss gestehen, die Stadt hatte ich bisher mal so überhaupt gar nicht auf der to-do-Liste. Schaut aber alles ganz interessant aus und ich werde mich das auf alle Fälle mal abspeichern und im Hinterkopf behalten.

  2. Hallo Dagmar,

    vielen Dank für die Einblicke. In Regensburg war ich irgendwann in meinen Jugendjahren gemeinsam mit meinen Eltern. An die Walhalla kann ich mich noch erinnern, aber sonst an nichts mehr.
    Ich sollte wohl mal wieder dort hin.

    Liebe Grüße

    Liane

  3. …ach ja, mein geliebtes Regensburg….immer eine Reise wert und absolut mit italienischem Flair. Ich empfehle gerne die außergewöhnlichen Stadtführungen von der Stadtmaus. Und erwähnt seien auch die sensationellen Dampfnudeln vom Uli am Watmarkt. Eine Institution in Rgbg und mega lecker.
    Ja, der Weihnachtsmarkt im Schloß Thurn und Taxis ist romantisch, aber abends unglaublich überfüllt und der Eintritt recht teuer. Sehr schön ist auch der Lukretiamarkt am Haidplatz und Kohlenmarkt und der „normale“ Weihnachtsmarkt am Neupfarrplatz. In Rgbg. Kann man sozusagen eine richtige Weihnachtsmarkttour machen. Von Regensburg kann man auch eine Schifferlfahrt nach Donaustauf genießen und die Walhalla besichtigen. Sehr schön zum Bummeln sind die obere und untere Bachgasse, Tändlergasse, Kramgasse, Gesandtenstraße und und und….nix wie hin 😉
    Viel Spaß dabei wünscht eine ehemalige Regensburgerin

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