Würzburg – die Mainfrankenmetropole

Seit vielen Jahren gehen meine Reisefreundinnen und ich auf Städtetour. In diesem Jahr haben wir uns für Würzburg entschieden. Eine von meinen Freundinnen stammt aus Würzburg,  da hatten wir natürlich die beste Reiseführererin. Ich war total überrascht,  Würzburg hat mir sehr gut gefallen!

Was kann man in Würzburg unternehmen?

Das Käppele

Über den Stationenweg sind wir zu Fuß die ca. 300 Stufen, hinauf zum Käppele gestiegen. An dem Treppenaufgang zum Käppele hat der Würzburger Hofbildhauer Peter Wagner in 14 wunderschönen Stationen den Leidensweg Christi dargestellt.

Die 4 Propheten am Stationenweg

Die 4 Propheten am Stationenweg

 

Oben angekommen,  haben wir das Käppele besichtigt, die barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. Das Meisterwerk von Balthaser Neumann ist auf jeden Fall einen Besuch wert.  Hier kann man die Stille genießen,  die Orgel und die barocke Baukunst bestaunen. Vom Vorplatz der Kirche hat man eine wunderschöne Sicht über Würzburg und das Umland. Sehenswert ist auch noch das Dach von der Rückseite her, welches eher eine russische Kirche vermuten lässt. Die Wallfahrtskirche wird auch heute noch von vielen Wallfahrern besucht.

Rückseite Käppele

Rückseite Käppele

 

Die alte Mainbrücke

Die alte Mainbrucke ist die älteste Brücke in Würzburg und eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Brücke ist gesäumt von 12 überlebensgrossen Steinfiguren von Würzburgern Persönlichkeiten. Bei einem Aufenthalt in Würzburg sollte man unbedingt einen Brückenschoppen auf der alten Mainbrücke zu sich nehmen. Der Brückenschoppen ist gleichermaßen bei Einheimischen wie bei Touristen beliebt. Bei einem Brückenschoppen genießt man ein Glas Frankenwein (Schoppen) oder ein sonstiges Getränk.  Dazu kann man noch die Sicht auf die Altstadt sowie die Marienburg genießen.

St.-Kiliansdom

Von der alten Mainbrucke Richtung Innenstadt kommt man direkt auf den Kiliansdom mit seiner Doppelturmfassade. Aus dieser Sicht wirkt der Dom etwas unscheinbar. Erst beim Drumherumlaufen erkennt man die Ausmaße des Doms.

Der St.-Kiliansdom zu Würzburg ist die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands, welche bei einem Brand 1945 ausgebrannt ist. Den Wiederaufbau finde ich sehr gelungen, eine Mischung aus alten Bestandteilen,  welche mit neuen Elementen kombiniert wurden. Die gesamte Inneneinrichtung ist insgesamt sehr hell gehalten, was man bei katholischen Kirchen nicht so oft antrifft. Mir hat dies sehr gut gefallen, ebenso die imposante Orgel.

Orgel St. Kiliandom

Wir kamen zufällig samstags kurz vor 12.00 Uhr in den Dom und konnten dem Impuls 5 nach 12 sowie einem Orgelspiel lauschen. Den Impuls fand ich sehr interessant, auch für Menschen,  welche mit dem christlichen Glauben nichts am Hut haben.

Eine Dombesichtigung ist auf alle Fälle empfehlenswert.

Lusamgärtchen

Direkt neben Dom, etwas versteckt, findet man das Lusamgärtchen, ein kleines Gärtchen,  in welchem sich das Grabmal von Walther von der Vogelweide, einem Minnesänger aus dem Mittelalter, befindet. Das Gärtchen lädt mit seinem steinernen Torbogen und den schattigen Sitzplätzen zu einer kurzen Rast ein. Auf dem Grabmal liegen immer Blumen, welche von Liebesglück oder Liebesleid zeugen sollen. Wenn man schon in der Nähe ist, unbedingt einen Blick reinwerfen!

Lusamgärtchen

Lusamgärtchen

 

Festung Marienberg

Durch das Gelände der der Landesgartenschau aus dem Jahr 1990 sind wir zur Festung gewandert. Das war an sich schon sehenswert, die Schrebergärten und die verschiedenen Anlagen der ehemaligen Gartenschau. Man kann die Festung aber auch mit dem Auto anfahren, wenn man nicht hochlaufen möchte oder kann.

Japangarten

Japangarten

 

Die riesige Anlage mit ihren Gräben, Toren, Türmen, Bastionen und einem tiefen Brunnen, diente von 1253 bis 1719 den Fürstbischöfen von Würzburg als Residenz und ist sehr gut erhalten. Heute sind hier zwei Museen, verschiedene Gastronomiebetriebe und ein Veranstaltungsraum untergebracht. Die komplette Anlage kann man bei einer Führung besichtigen, wo man interessantes zur Geschichte der Festung erfahren kann.

Festung Marienberg

Festung Marienberg

Von dem sehr schön angelegten Fürstengarten aus hat man einen herrlichen Blick über Würzburg und den Main.

Blick auf Würzburg

Blick auf Würzburg

 

Die Residenz UNESCOWeltkulturerbe

Absolutes Pflichtprogramm für uns war die Residenz mit Hofkirche und Hofgarten. Wir haben eine Führung gebucht, was empfehlenswert ist. Während der Führung haben wir allerhand Wissenswertes und Interessantes erfahren. Die Residenz wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als neuer,  repräsentativer Sitz der Fürstbischöfe gebaut. Schon der Treppenaufgang ist mit seinem Deckengemälde beeindruckend. Das Deckengemälde stellt die damals 4 bekannten Kontinente dar, wie sie sich der zu der Zeit regierende Fürstbischof  vorgestellt hatte.

Residenz in Würzburg

Residenz in Würzburg

 

Bei einer Führung können der Nord- und der Südflügel der Residenz besichtigt werden mit einer Gesamtlänge von 168 Metern Länge,  exakt 2 Meter länger als Versailles.  Am aufwendigsten ist der Spiegelsaal ausgestattet.

Ebenfalls sehenswert ist die sehr aufwendig ausgestattete Hofkapelle, welche im 2. Weltkrieg total zerstört wurde. Die vorher geretteten Kunstschätze wurden nach dem Wiederaufbau gekonnt mit neuen Elementen kombiniert.

Der Hofgarten lädt das ganze Jahr zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Auch hier gibt es einiges zu bestaunen,  viele unterschiedliche Rosen, alte Arkaden, ein Laubengang, ein Teich und viele schön angelegte Blumenbeete.  Bänke laden zum Verweilen und ausruhen ein.

Residenz mit Hofgarten

Residenz mit Hofgarten

 

Das war ein kleiner Eindruck von den Sehenswürdigkeiten.  Würzburg hat aber auch sonst noch einiges zu bieten. Würzburg ist die Metropole des Fränkischen Weinlandes. Die bekannten Frankenweine können in  urigen Weinlokalen, bei Kellerverkostungen oder Kellerführungen  genossen werden. Außerdem finden in Würzburg jedes Jahr verschiedene Festivals statt, wie das Afrika- oder das Mozartfestival  um nur zwei zu nennen.

Wir haben bei unserem Kurztrip nach Würzburg noch lange nicht alles gesehen – wir kommen wieder!

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8 comments on “Würzburg – die Mainfrankenmetropole
  1. Liebe Dagmar

    Wir waren diesen Frühling auch in Würzburg und haben uns ein klein wenig in die Frankenstadt verliebt. Und du weisst es ja bereits, der Brückenschoppen ist einfach cool. Ausgelassene Stimmung und gute Atmosphäre auf der alten Mainbrücke. So wie du, waren auch wir nicht das letzte Mal in Würzburg.

    Liebe Grüsse aus Australien,
    Reni

    • Liebe Reni,
      wow, Australien. Da würde ich auch mal gerne hinreisen. Bin gespannt auf deinen Blogbericht darüber.
      Liebe Grüße aus dem Schwarzwald Dagmar

  2. Hallo Dagmar,

    im Oktober 2015 war ich in Würzburg. Die Tochter meinen Cousine studiert dort und ich habe sie besucht. Würzburg hat mir sehr gut gefallen. Am Käppele und der Festung Marienberg war ich auch. Der Blick über die Stadt von dort aus ist gerade bei schönem Wetter wirklich toll. 🙂

    • Hallo Peggy,
      Wir fanden auch, dass Würzburg eine tolle Stadt ist. Es gibt dort sehr viel Interessantes zu entdecken.
      Liebe Grüße
      Dagmar

  3. Oh, da warst du ja ganz bei mir in der Nähe! Ich wohne nämlich bei Aschaffenburg. Aber natürlich kenne ich Würzburg so gut, wie gar nicht, außer natürlich den Kiliansdom.
    LG Sabienes

    • Hallo Sabine, dann wirds aber Zeit, dass du dir Würzburg mal anschaust. Es gibt da wirklich viele interessante Sehenswürdigkeiten.
      Lg Dagmar

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