So schmeckt Hessen – kulinarische Reise durch Hessen

3 Tage waren wir von Nordhessen bis in den Grüngürtel von Frankfurt auf kulinarischer Erkundungstour unterwegs und haben uns durch hessische Spezialitäten durchprobiert, von gebratenem Saiblingsfilet bis Ahle Wurscht und Bierbrot, von Riesling bis Spätburgunder. Bei der Planung dieser Reise wurde sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit, Regionalität und wenn möglich biologischem Anbau gelegt, ebenso auf artgerechte Tierhaltung.

Gleich mal vorneweg, die Prodokte, welche wir probiert hatten, waren alle sehr lecker!

Waldhotel Schäferberg

Gestartet zu unserer kulinarischen Reise durch Hessen sind wir in Nordhessen in der GrimmHeimat, die erste Station war das Waldhotel Schäferberg in Espenau bei Kassel, am Rande des Habichtswaldes.

Da ich schon etwas früher angekommen bin, hatte ich noch Zeit, mir den wunderschönen Kräutergarten und den Seerosenteich des Hotels anzuschauen.

Im Kräutergarten werden die Kräuter gezogen und in der Küche zusammen mit saisonalen und regionalen Produkten zu kulinarischen, regionalen Leckereien verarbeitet.

Durch die Jahreszeiten werden im à la carte Restaurant „blaue Ente“, sowie im Buffet- und à la carte Restaurant „Libelle“ verschiedene Aktionswochen angeboten: Zum Beispiel die Geniesserwochen „Heimatfisch in der GrimmHeimat“, ein Spargelfestival in der Spargelzeit, im Sommer Grillbuffets….

Wir konnten während unserer kulinarischen Reise durch Hessen ein speziell für uns kreiertes Menü in Anlehnung an die Heimatfischwoche genießen.  Während den Heimatfischwochen werden schmackhafte Gerichte aus dem „Heimatfisch“ aus nordhessischen Gewässern angeboten.

Hier unser sehr leckeres Menü in Bildern, das wir auf der lauschigen Terrasse des Landhotels genießen konnten:

 

Landfleischerei Koch

Am nächsten Morgen ging es nach einem umfangreichen Frühstücksbuffet gleich weiter zur nächsten Station unserer kulinarischen Reise durch Hessen: zur Landfleischerei Koch in Calden, wo der Himmel voller Würste hängt! Mit Ahle Wurscht, einer nordhessischen Spezialität, die aus frischem Schweinefleisch hergestellt und luftgetrocknet wird.

Hier konnten wir eine Führung durch den Wurstehimmel erleben, wobei der Geruch für mich etwas gewöhnungsbedürftig war. Katharina Koch, seit ca. 1 Jahr die Chefin der Landfleischerei Koch, führte uns durch den Wurstehimmel und erzählte uns allerhand zur Herstellung der Ahlen Wurscht und zur Philosophie der Landfleischerei Koch in der Nähe von Kassel.

So erfuhren wir, dass die Schweine für die Metzgerei selbst vom Seniorchef bei Landwirten in der näheren Umgebung ausgesucht werden, zum Teil sogar selbst von ihm abgeholt. Dabei wird auf artgerechte Haltung und Fütterung geachtet, was sich auf die Qualität des Fleisches auswirkt.

Im Wurstehimmel unterm Dach reifen in Naturdärmen die „Dürren Runden“, die „dicke Feldkieker“, „Stracken“ oder die „Herkuleskeulen“. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich durch die Gewürze, die Dicke der Därme und die Reifezeit.

Nach der Besichtigung durften wir noch die unterschiedlichen Wurstsorten probieren, wir konnten uns allerdings nicht einigen, welche am besten schmeckt!

Probierplatte mit unterschiedlichen Ahle Wurscht Sorten

 

Die Landfleischerei Koch betreibt übrigens einen Online-Shop, wo die Wurst bestellt werden kann.

Nach einer Stippvisite im Verkaufsgeschäft hat auch schon unser fahrbarer Untersatz auf uns gewartet und weiter ging unsere kulinarische Reise durch Hessen.

Die Fahrt ging durch den Naturpark Habichtswald, durch dichte Laubwälder vorbei an einigen Wanderparkplätzen. Bei meinem nächsten Besuch im Habichtswald plane ich garantiert eine kleine Wanderung ein!

 

Parkhotel Emstaler Höhe

Zum Beispiel auf dem Premiumwanderweg „Habichtswaldsteig“ Dieser führt vom Edersee über Naumburg und Kassel bis nach Zierenberg, unter anderem  direkt am Parkhotel Emstaler Höhe in der GrimmHeimat Bad Emstal vorbei.

Das Parkhotel war unser nächstes Ziel. Hier wurden wir von Inhaber Lukas Frankfurth vor dem Hotel empfangen und wir spazierten Richtung Rosengarten, auf einem kleinen Abschnitt des Premiumwanderweges. Bad Emstal hat einen wunderschön angelegten Rosengarten mit cirka 100 verschiedenen Rosensorten. Bei unserem Besuch stand der Rosengarten in voller Blüte. Ein gigantischer Anblick!

Aperetif im Rosengarten in Bad Emstal

 

In dem parkähnlichen Garten hatte Lukas Frankfurth ein stilvolles Picknick für uns vorbereitet. Auch hier sagen Bilder mehr als Worte!

Die Speisen waren übrigens in einer Schlemmermärchenkiste versteckt, welche wir erst suchen mussten und den Code für das Zahlenschloss anhand eines Rätsels herausfinden.

Märchenschlemmerkiste mit unserem Picknick

 

Das Parkhotel Emstaler Höhe bietet für Wanderer auf dem Habichtswaldsteig übrigens einen ganz besonderen Service: Auf Vorbestellung wird eine Märchenschlemmerkiste mit einem Menü und Getränken an einem vorher vereinbarten Platz deponiert und die Wanderer können direkt auf dem Steig ihr Schlemmermenü genießen.

Nach einem kleinen Rundgang durch den wunderbaren Rosengarten führte uns Lukas Frankfurth noch kurz durch sein Hotel, bevor die Fahrt weiter ging in den nächsten Naturpark, in den Vogelsberg und dort nach Lauterbach.

Landgasthaus Jägerhof

Auf diesen Programmpunkt war ich besonders gespannt! Es sollte zu einem Bratwurstseminar im Jägerhof in Lauterbach bei Metzgermeister und Fleischsommelier Hans Schmidt gehen! Weinsommelier und Biersommelier sind ja landläufig bekannt, von einem Wassersommelier hatte ich auch schon gehört, aber einen Fleischsommelier kannte ich bis dahin noch nicht!

Gleich nach unserer Ankunft in dem Landgasthaus Jägerhof und dem Einchecken ging es in die Wurstküche. Hier hatte Hans schon das Fleisch vorbereitet: durchwachsenen Bauchspeck und mageres Schweinefleisch. Für einen Vegetarier oder Veganer wäre dieser Programmpunkt nicht geeignet gewesen! Bei dem Fleisch legt Hans sehr viel Wert auf die Herkunft der Tiere, er achtet auch auf artgerechte Haltung, um seinen Gästen nur Erstklassiges und Hochwertiges anzubieten!

Wir vermischten das Fleisch mit den unterschiedlichen, selbst hergestellten Gewürzmischungen, die Masse wurde durch den Fleischwolf getrieben und anschließend wieder ordentlich von Hand vermengt und geknetet, damit das gehackte Fleisch eine Bindung eingeht.

Die Mischung füllten wir in Naturdärme und Hans drehte mit gekonntem Schwung die einzelnen Würste ab. Auf diese Art haben wir 4 verschiedene Sorten Bratwürste hergestellt: eine Kartoffelwurst, wo dem Wurstbrät gekochte Kartoffeln beigemengt wurden, eine Honig-Fenchel-Bratwurst, eine italienische Salsiccia (diese war mein Favorit) und eine ziemlich scharfe Merguez.

Vor dem Abendessen haben wir noch eine kleine Runde durch das idyllische Dorf gedreht und genossen eine leckere Erdbeerbowle vor dem Eulenfang, einer Eventscheune, die ebenfalls zum Jägerhof gehört.

Am Abend durften wir im Garten an einer schönen Tafel Platz nehmen und unsere selbst hergestellten Würste, welche von Hans gegrillt wurden, sowie leckere Salate genießen. Nebenher erfuhren wir noch allerhand Wissenswertes über dry aged beef und das Vogelsberger Lammfleisch, welches beides im Jägerhof zubereitet wird.

Wir erlebten einen lustigen und interessanten Abend!

Vulkan Bäcker Haas

Nach dem leckeren Frühstück im Jägerhof ging es auch schon wieder kulinarisch weiter, unser nächstes Ziel war der Vulkanbäcker Joachim Haas in Schotten.

Eines der Cafes der Vulkanbäckerei Haas

 

Hier erwartete uns Bäckermeister Joachim Haas in seiner Backstube mit einem 2. Frühstück. Wir probierten uns durch verschiedene Backwerke, vom Bierbrot bis zu Schokoladencroissants. Die Backwaren werden alle aus natürlichen, regionalen und zum Teil auch biologisch angebauten Zutaten hergestellt. Dies ist Joachim Haas sehr wichtig, er ist darauf bedacht, alles nachhaltig herzustellen.

Käsescheune Hungen

Die Käsescheune Hungen, ebenfalls am Vogelsberg, war unsere nächste Station der kulinarischen Reise durch Hessen. Die Käsescheuer ist eine Schaukäserei, wo du durch gläserne Fronten hindurch zuschauen kannst, wie die verschiedenen Käsesorten aus zum Teil Bio-Kuhmilch, Schafsmilch und Ziegenmilch hergestellt wird.

Auch hier wird viel Wert auf Regionalität und transparente Herstellung gelegt.

Während unserer Führung haben wir der Käse-Erlebniswelt auch einen Besuch abgestattet. Hier kannst du allerhand über den Naturpark Vogelsberg und die Käse-Herstellung erfahren. Die Erlebniswelt ist auch für Kinder sehr interessant.

Im Seminarraum der Hungener Käse-Scheune kannst du an Seminaren zur Käseherstellung teilnehmen. Dabei experimentierst du am Kupferkessel und greifst anschließend zur Käseharfe. Das möchte ich auf jeden Fall mal ausprobieren und meinen eigenen Käse herstellen!

Zu guter letzt besichtigten wir das Allerheilige, die Räume in welchen der Käse reift. Käsemeister Arend-Christopher Buse hat uns im Vorfeld vor dem „Duft“ in den Lagerräumen gewarnt. Wenn du allerdings Käse liebst, so wie ich, ist der Geruch allemal erträglich.

In den Lagerräumen haben wir auch noch erfahren, was ein Affineur ist und was zu seinen Aufgaben gehört. Ich hatte davon noch nie was gehört. Ein Affineur ist für das Aussehen der Käselaibe  verantwortlich. Er dekoriert diese, ähnlich wie ein Konditor seine Torten.

In den Lagerräumen haben wir dann auch ganz unterschiedlich dekorierte Käselaibe entdeckt, die Dekoration immer passend zum Geschmack.

Nach einer kleinen, sehr leckeren Kostprobe setzten wir unsere Kulinarische Reise durch Hessen fort.

Rhein in Flammen bei den Kräuterwirten in Assmannshausen

Unser nächstes Ziel war der Rheingau und hier zuerst mal das Weinhaus Sinz, ein ehrwürdiges Hotel mit Haupthaus und 3 angegliederten Landhäusern, in welchen unsere schönen und moderne Zimmer verteilt waren.

Haupthaus vom Weinhaus Sinz

 

Hier bezogen wir unser Quartier für die 3. Nacht unserer Kulinarischen Reise durch Hessen. Nach dem Einchecken haben wir uns einen kleinen Snack auf der wunderbaren Terrasse des Hotels gegönnt. Wir haben uns durchprobiert, von Spundenkäse über Handkäse mit Musik bis zu Apfelstrudel mit Vanilleeis.

Vor dem Höhepunkt unserer Reise stand noch ein kleiner Spaziergang durch den Ort Wiesbaden-Frauenstein auf dem Programm. Hier entdeckten wir mehrere kleine Weinstuben, die zu einem Besuch einluden. Leider ließ unser Programm hier keinen Besuch zu. Ein Grund, mal wieder zu kommen!

1.000 jährige Gerichtslinde in Wiesbaden-Frauenstein neben der katholischen Kirche

 

Gegen Abend sind wir aufgebrochen zu meinem persönlichen Highlight der kulinarischen Reise, an die Feuerwerkstafel der Kräuterwirte Assmannshausen, einem Stadtteil von Rüdesheim.

Aussicht auf Assmannshausen und den Rhein

 

Die Kräuterwirte zelebrieren eine kulinarische Feuerwerkstafel im Rahmen von Rhein in Flammen: Ein kleiner Spaziergang führt hinauf in die Weinberge. Mitten im Weinberg am Höllenberg nahmen wir Platz an der gedeckten Feuerwerkstafel. Am Eingang erhielt schon mal jeder einen kleinen Spankorb mit einem Weinglas und 5!! verschiedenen Vorspeisen in einem kleinen Einmachglas. Eine schöne Idee!

Bei den Hauptgerichten ließen sich die Kräuterwirte aus Assmannshausen allerlei kulinarische Leckereien einfallen, bei welchen regionale Kräuter im Mittelpunkt standen. Dazu gab es natürlich immer die passenden Weine.

Ein leckerer Nachtisch krönte das Menü bei einbrechender Dunkelheit.

 

Nach dem kulinarischen Höhepunkt ging es gleich stimmungsvoll weiter: Unter uns auf dem Rhein schipperte ein herrlich beleuchteter Schiffskonvoi vorbei und die Feuerwerke entlang des Rheins rund um Assmannshausen erleuchteten den Nachthimmel. Es war ein eindruckvolles Erlebnis.

Falls du Interesse hast, an der Feuererkstafel teilzunehmen bitte rechtzeitig buchen. Die Veranstaltung war dieses Jahr schon im Januar ausverkauft. Oder am besten gleich bei einem von den 3 Kräuterwirten von Assmannshausen buchen.

 

Weingut Hamm in Oestrich-Winkel

Nach dem leckeren Frühstück im Haupthaus des Hotel Weinhaus SInz erreichten wir nach einer kurzen Fahrt das Bio Weingut Hamm in Oestrich-Winkel. Hier empfing uns Aurelia Hamm, die den Traditionsbetrieb seit kurzem in vierter Generation führt. Das Weingut Hamm wird schon seit über 25 Jahren ökologisch geführt, schon lange bevor „Bio“ Trend war.

Innenhof im Weingut

 

In der kleinen, feinen ca. 7 ha großen Rebfläche gedeihen somit Weinreben, welche noch nie chemisch behandelt wurden!

Hauptsächlich werden hier Rieslinge angebaut, von  edelsüß über feinfruchtig bis trocken, welche 90 % der Fläche ausmachen. Auf der restlichen Fläche wird feiner Spätburgunder angebaut (der war übrigens bei der Weinprobe mein Favorit!).

Bei einer Weinprobe in der bel étage des Weingutes durften wir die unterschiedlichen Weine probieren, zur Weinprobe servierte uns Frau Hamm feine Leckereien aus der Küche des Gutsausschankes. Auch hier wird auf Regionalität und ökologische Herkunft geachtet. Die Feigen zum Beispiel stammen aus dem Innenhof des Weingut Hamm.

Nach der Weinprobe führte uns Aurelia Hamm durch den Kreuzgewölbekeller und erzählte uns hier einiges zum Weinanbau, über ihren Werdegang zur Winzerin, über die Familiengeschichte und zu guter letzt durften wir einen Blick in die Schatzkammer des Weingut Hamm werfen. Hier werden von jedem Jahrgang einige Flaschen eingelagert, seit das Weingut existiert.

Die junge Winzerin erachtet es als Privileg, die Traditionen des Weingutes weiter zuführen und gleichzeitig auch ihre eigenen Ideen beim Weinausbau zu verwirklichen.

Im Sommergarten von Kreilings Höfchen

Die letzte Station unserer kulinarischen Reise durch Hessen war der verwunschene Sommergarten des Hotels Kreiling in Bad Vilbel im Frankfurter Grüngürtel.

Idylischer Sommergarten

 

Hier probierten wir uns in einem herrlichen Gartenambiente durch hessische Spezialitäten durch. Als Aperetif wurde uns ein Apfelsecco serviert, zu Essen gab es hessische Häppchen: Verschiedene kleine Gerichte, von Grüner Soße über Variationen von Handkäs mit Musik bis zu Frankfurter Schnitzel.

Auch im Sommergarten von Kreilings Höfchen wird viel Wert auf Regionalität, Frische und Qualität der Zutaten gelegt. Der Sommergarten, welcher sehr idyllisch in einem Innenhof liegt, ist von April bis September bei schönem Wetter geöffnet.

Fazit zu meiner kulinarischen Reise durch Hessen

Diese Pressereise war tatsächlich meine erste Reise in das Bundesland Hessen (abgesehen vom Frankfurter Flughafen!). Wir haben Hessen kulinarisch erlebt, in den Betrieben, die wir besuchten, wird viel Wert auf Regionalität und Bodenständigkeit gelegt. Die Zutaten der allesamt schmackhaften Köstlichkeiten aus der hessischen Küche stammten zum größten Teil aus der Region, und bei der Herstellung und Aufzucht wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.

Besonders aufgefallen bei unseren ganz unterschiedlichen Gastgebern ist mir, dass sie allesamt mit sehr viel Herzblut und Engagement ihre Betriebe führen und dies auch leben. Das war bestimmt nicht mein letzter Besuch in Hessen. Während unserer kulinarischen Reise lag der Schwerpunkt auf der Kulinarik, Hessen hat aber noch viel mehr zu bieten! Zum Beispiel 12 verschiedene Naturparks, Ziele für Städtetrips…

Zu dieser hervorragend organisierten Bloggerreise wurde ich von Hessentourismus eingeladen. Herzlichen Dank dafür! *

*enthält Werbung

Noch mehr zu dem wunderschönen Bundesland Hessen in der Mitte Deutschlands kannst du hier entdecken:

MusicalSommer in Fulda

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