Lissabon, unsere Highlights der Stadt am Tejo

Lissabon, die portugisische Hauptstadt am Tejo, hatte ich mir vor einigen Jahren schon mal angeschaut und war total begeistert von der Stadt und ihren Sehenswürdigkeiten. Deshalb war dies auch mein absolutes Highlight unserer Kreuzfahrt mit der AIDAstella entlang der spanischen Küste, durch die Straße von Gibraltar bis nach Lissabon.

Schon die Fahrt vom Atlantik auf dem Tejo bis zum Hafen von Lissabon war einzigartig. Wir haben uns für die Einfahrt am frühen Nachmittag einen aussichtsreichen Sitzplatz auf dem Deck vor dem Bella Donna Restaurant gesucht. So konnten wir uns einen ersten Überblick von Lissabon verschaffen und einen Teil der Sehenswürdigkeiten bewundern. Die AIDA zog an der Christo-Statue und am Stadteil Belem vorbei und fuhr unter der Brücke des 25. Aprils durch. Die Brücke ist ca. 3,2 Kilometer lang und verbindet Lissabon mit seinen südlich gelagerten Vororten. Nach der Nelkenrevolution 1974 wurde die Brücke umbenannt in die Brücke des 25. April und soll damit an diese Revolution erinnern.

Die Brücke 25. April überspannt den Tejo und verbindet Lissabon mit seinen südlichen Stadteilen

Die Brücke 25. April über den Tejo

 

Vom Schiff aus kannst du hervorragend erkennen, dass Lissabon auf 7 Hügeln errichtet ist.

Nachdem die Hafenbehörde die AIDA freigegen hatte, wollten wir zügig an Land, um die Zeit auch auszunutzen um möglischst viele der Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Das war leider keine so tolle Idee, da ganz viele Passagiere dieselbe hatten. Also lieber noch eine Stunde die Stadt vom Schiff aus betrachten und dann entspannt an Land gehen!

Alfama, der älteste Stadtteil Lissabons

Der Anlegeplatz der AIDAstella lag direkt unterhalb der Afama, dem ältesten Stadtteil Lissabons. Durch ein Labyrinth von engen Gassen und Treppen sind wir zu der Kathedrale Santa Engracia hochgelaufen. Der imposante Bau sticht schon von weitem ins Auge.

Die imposante Kathedrale St. Engracia in Lissabon

Kathedrale St. Engracia

 

Der Bau der jetzigen Kathedrale wurde bereits im Jahr 1681 begonnen und zog sich bis zum Jahr 1712, bis der Architekt verstarb. Der zu dieser Zeit regierende König hatte angeblich kein Interesse mehr am Weiterbau der Kirche in der Alfama. Die Kirche blieb bis zum letzten Jahrhundert unvollendet. Erst im 20. Jahrhundert beschloss die damalige Regierung, den Bau fertigzustellen. Im Jahr 1966 wurde die Kathedrale de Santa Engracia geweiht.

Wir schlenderten weiter durch die alten, malerischen Gassen und bestaunten die teilweise mit Azulejos verzierten Häuserfassaden. Die Kacheln entdeckt man überall in Lissabon. An Häuserfassaden, in Kirchen, auf Plätzen, in der U-Bahn, einfach überall.

In den malerischen Gassen der Altstadt von Lissabon

In den Gassen der Altstadt

 

Weiter spazierten wir den Hügel hinauf, zum Castello de Jorge, einer riesigen Festungsanlage mit Überresten einer Burgruine. Das geschichtsträchtige Castello ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Lissabons. Die Festungsanlage kann im Rahmen einer Führung oder auch auf eigene Faust besichtigt werden.

Das Castello ist einer der schönsten Aussichtspunkte hoch über den Dächern von Lissabon. Vor allem der grandiose Ausblick von den Festungsmauern ist etwas besonderes. Diesen Ausblick hatte ich bei meiner letzten Reise nach Lissabon schon ausgiebig genossen. Da unsere Zeit in Lissabon diesmal sehr begrenzt war, haben wir die Festungsanlage nur von außen besichtigt.

Zurück zum Hafen sind wir wieder durch die verwinkelten, malerischen Gassen der Alfama geschlendert und haben noch einen Abstecher durch die Unterstadt, die Baixa gemacht. Von hier aus sind wir dann zurück am Ufer des Tejos entlang, zur AIDA spaziert, die über Nacht im Hafen von Lissabon lag.

An der Uferpromenade des Tejos entdeckten wir reich mit den bekannten Azulejos verzierte Häuserfassaden

Reich verzierte Häuser an der Uferpromenade

 

Die Baixa

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück auf der AIDDA, haben wir uns auf den Weg gemacht, die Baixa näher zu erkunden. Vom Hafen sind wir nach links in Richtung Baixa am Ufer des Tejos entlang gegangen. Unsere Tour durch die Unterstadt haben wir am Praca do Comercio, dem prächtigsten Platz der Unterstadt begonnen. Am hinteren Ende des Platzes fungiert ein Triumphbogen als Durchgang in die Innenstadt, hinein in die Fußgängerzone Rua Augusta. Hier reihen sich viele kleine Lädchen aneinander, ebenso findest du hier jede Menge Cafes für eine kurze Verschnaufpause.

Unsere Tour durch die Unterstadt haben wir am Praca do Comercio, dem prächtigsten Platz der Unterstadt begonnen. Am hinteren Ende des Platzes fungiert ein Triumphbogen als Durchgang in die Innenstadt, hinein in die Fußgängerzone Rua Augusta.

Praca do Comerci mit dem Triumphbogen

 

Einige Hundert Meter weiter die Fußgängerzone hinunter, triffst du auf der linken Seite auf den Elevador de Santa Justa. Dieser Aufzug, einer von mehreren in Lissabon, verbindet die Baixa mit dem steilsten Hügel Lissabons, dem Stadteil  Bairro Alta, der Oberstadt. Der historisch schöne Aufzug wurde 1902 von einem Schüler Gustav Eiffels errichtet. Daher auch die Ähnlichkeiten mit dem Eiffelturm.

Der sehenswerte Elevator de Santa Justa verbindet die Baixa mit der Oberstadt in Lissabon

Elevator de Santa Justa.

 

An der oberen Plattform angekommen, kannst du noch 2 Etagen eine kleine, eiserne Wendeltreppe hochsteigen, von wo aus du eine grandiose Aussicht über die Dächer der Baixa, das Castello de Jorge und den Rossio genießen kannst.

Der Platz im Herzen von Lissabon ist ein zentraler Platz, wo sich Touristen und Einheimische tummeln. Von oben kann man sehr schön das wellenförmige Muster des Pflasters erkennen. Ebenso die markante, weit in die Höhe ragende Statue von Pedro IV.

Die schwankende Treppe war mal wieder grenzwertig für mich, aber für die Aussicht hat es sich gelohnt! Falls du ebenfalls mit dem Aufzug fahren möchtest, es gibt dafür Einzeltickets zum Preis von € 5,00 oder ein Tagesticket für den Nahverkehr incl. Aufzug, das ca. € 6,50 kostet.

Der Praca de D. Pedro IV. , im Volksmund einfach Rossio genannt, zählt zu den wichtigsten Plätzen im Herzen Lissabons.

Rossio oder Praca de D. Pedro IV.

 

Ebenfalls kann ein Blick auf die Ruinen der Carmo Kirche geworfen werden. Die Ruinen erinnern die Bewohner Lissabons an das vernichtende Erdbeben, das die Stadt im Jahre 1755 heimsuchte. Innerhalb des Skeletts von übrig gebliebenen Kuppeln und Bögen ist ein kleines archäologisches Museum untergebracht.

Blick vom Elevator de Santa Justa auf die Ruinen der Carmo Kirche in Lissabon

Blick vom Miraduoro auf die Ruinen der Carmo Kirche

 

Wir haben unseren Spaziergang auf eigene Faust fortgesetzt Richtung Alfama. Wir wollten unbedingt noch zum Miraduoro Santa Lucia, den ich von meiner letzten Lissabon-Reise noch in Erinnerung hatte.

Auf dem Weg dahin sind wir wieder durch das Labyrint der Altstadtgassen geschlendert und haben jede Menge ganz tolle, kunstvolle Streetart bewundert.

Streetart in Lissabon, die dir hier an vielen Ecken begegent

Streetart in Lissabon

 

Am Miraduoro Santa Lucia angekommen, waren wir etwas enttäuscht! Ein Teil des Miraduoros war während unseres Besuches (im Mai 2017) eine riesige Baustelle, die wunderschönen Azulejo-Bilder waren teilweise abgeschlagen. Ein Teil war noch zu bewundern und natürlich konnten wir die wunderbare Aussicht über die Alfama, die Kirche St. Engracia und auf die AIDAstella im Hafen, genießen.

 

Blick vom Miraduoro Santa Lucia auf den Hafen von Lissabon mit der AIDAstella

Blick vom Miraduoro Santa Lucia auf den Hafen mit der AIDAstella

 

Hier am Miraduoro fährt auch die berühmte Straßenbahn, die Nr. 28 vorbei. Wenn du länger Zeit hast, lohnt sich eine Fahrt mit dieser historischen Straßenban auf jeden Fall. Bei meinem ersten Besuch in Lissabon bin ich bis zur Endhaltestelle gefahren. Hier befindet sich der „Friedhof des Vergnügens“, ein wirklich sehenswerter Ort und in seiner Art sicherlich einzigartig. Man spaziert hier zwischen den „Begräbnisvillen“ mit frei aufgestellten Särgen durch. Der Besuch des Friedhofes lohnt sich schon allein wegen der sagenhaften Aussicht.

Bald war es an der Zeit, uns auf den Rückweg zu machen. Leider war unsere Zeit in Lissabon um und wir mussten uns sputen, unser Schiff zu erreichen. Bei einer Kreuzfahrt kannst du leider nur kurze Eindrücke einer Stadt in dir aufnehmen.

Beim Auslaufen haben wir uns wieder einen Platz auf Deck gesucht, um die Stadtansicht und die Sehenswürdigkeiten von Belem, welche wir nicht besuchen konnten, wenigstens im Vorbeifahren zu bewundern.

Auf unserer Strecke lag das Hironymus-Kloster, ein bedeutendes spätgotisches Bauwerk, welches das große Erdbeben 1755 nahezu ohne Schaden überstanden hatte. Heute sind hier unter anderem das Marinemuseum und das archäelogische Museum untergebracht.

Vorbeigefahren sind wir auch am Seefahrerdenkmal oder dem Denkmal der Entdeckungen. 500 Jahre nach dem Tod Heinrich des Seefahrers wurde dieses Denkmal am Tejo errichtet. Der 52 Meter hohe Betonbau mit 32 Statuen aus Kalkstein wurde 1960 eröffnet. Die Statuen stellen wichtige portugisische Persönlichkeiten dar, die in Richtung des Wassers gehen. An ihrer Spitze steht Heinrich der Seefahrer.

Seefahrerdenkmal mit Statuen, die wichtige portugisische Persönlichkeiten darstellen, die in Richtung des Wassers gehen.

Seefahrerdenkmal

 

Am Torre de Belem fuhren wir ebenfalls vorbei. An der Hafeneinfahrt ist der Torre eine der ersten Sehenswürdigkeiten, die ankommende Schiffe von Lissabon sehen. Das war übrigens auch der Grund, aus dem der Torre de Belem gebaut wurde: Ankommende Schiffe zu begrüßen.

Der Torre de Belem vom Wasser aus betrachtet

Der Torre de Belem

 

Oder zu verabschieden, so wie uns, als wir den Tejo weiter hinunter fuhren und unsere Kreuzfahrt fortsetzten, Richtung Atlantik. Und dem nächsten Hafen entgegen.

Hier findest du noch mehr zu unserer Spanien-Portugal Kreuzfahrt mit der AIDAstella

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13 comments on “Lissabon, unsere Highlights der Stadt am Tejo
  1. Portugal steht insgesamt schon lange auf unserer Reiseliste… während ich deinen Bericht lese, ergreift mich schon wieder das Reisefieber, obwohl ich doch grad erst eine Reise beendet habe… 😉
    Ich stelle immer wieder fest, es gibt einfach zu wenig Zeit für Urlaub und Reise – einfach zu wenig Ferien…
    Und ich fürchte, auch Portugal muß noch etwas auf uns warten.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,
      da stimme ich dir vollkommen zu, ich habe auch noch so viele Ideen, wo ich gerne hin reisen will, aber bei 30 Tagen Urlaub im Jahr muss ich sehr genau überlegen.
      Lg Dagmar

  2. Da habt ihr den einen Tag aber gut genutzt liebe Dagmar. Ich war auch dieses Jahr in Lissabon für 3 Tage allerdings. Ich finde Lissabon auch total schön Liebe Grüße, Mandy

    • Hallo Mandy, ja haben wir. Bei den einzelnen Hafenstopps versuchen wir immer so viel wie möglich anzugucken. Am liebsten auf eigene Faust, mit vorheriger Recherche auf diversen Reiseblogs.
      Lg Dagmar

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