Gibraltar – die britische Enklave am südlichsten Zipfel Europas

Ausflugstipp für Kreuzfahrer nach Gibraltar

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön, denn da kann man fremde Länder und noch manch anderes sehen..

Ganz nach dem Motto des alten Volksliedes haben wir uns wieder aufgemacht zu einer Kreuzfahrt von Mallorca, entlang der spanischen Küste, durch die Straße von Gibraltar bis nach Lissabon und wieder zurück. Einige spanische Küstenstädte lagen an der Route. Die Mischung aus Sightseeing, Erholung während den Seetagen und einen gewissen Komfort auf dem Schiff ist das, was für mich eine Kreuzfahrt ausmacht.

Nach einem entspannenden Seetag an Bord der AIDAstella, der sich nur unwesentlich vom Seetag auf der AIDAsol unterschied, hatten wir für Malaga unseren ersten Landausflug gebucht.

Wir haben uns für Gibraltar entschieden, da wir die Alhambra bei einem Urlaub in Andalusien schon einmal besucht hatten. Ansonsten hätten wir uns auf auf jeden Fall für die Alhambra in Granada entschieden, einen Traum aus tausend und einer Nacht, deren Besuch sich lohnt. Gibraltar hätten wir in diesem Fall dann von Cadiz aus angesteuert.

Sehenswürdigkeiten von Gibraltar

Aber nun zu dem berühmten Affenfelsen auf Gibraltar. Wir starteten unseren Ausflug früh morgens nach einem schnellen Frühstück auf der AIDAstella. Die Reiseleiter begleiteten uns zu den bereits am Hafen wartenden Bussen. Die ca. 2-stündige Busfahrt führte uns, immer entlang der Mittelmeerküste durch die traumhafte Landschaft Andalusiens. Während der Fahrt erzählte uns die versierte Reiseleiterin allerhand über Land und Leute und über die Geschichte von Gibraltar, was sehr interessant war.

Gibraltar fiel im Spanischen Erbfolgekrieg von 1701 bis 1714 an die britische Krone. Spanien versuchte im Laufe der Jahre immer mal wieder die stategisch hervorragend liegende Felseninsel am Eingang zum Mittelmeer zurück zu erobern. Was aber bis heute nicht gelang.

Als wir die Grenze passiert hatten, erlebten wir das erste Highlight auf Gibraltar. Die Straße, welche die Landebahn des Flughafens kreuzt, war kurzzeitig gesperrt, da ein Flugzeug im Landeanflug war und wir konnten die Landung hautnah miterleben!

Die Straße war kurzzeitig gesperrt, weil ein Flugzeug im Landeanflug war!

Flugzeug im Landeanflug auf Gibraltar

 

Direkt hinter der Landebahn fühlt man sich nach England versetzt, mit den typisch roten Briefkästen, Fish and Chips Lokalen, Pubs und Bobbys, außerdem wird hier hauptsächlich Englisch gesprochen.

 

Typischer britischer Briefkasten auf Gibraltar

 

Wir schlenderten durch die Main Street, die Fußgängerzone der Altstadt mit vielen schönen historischen Gebäuden und einigen Kirchen. Da auf Gibraltar sehr viele Nationen vereint sind, gibt es hier auch verhältnismäßig viele Kirchen unterschiedlicher Konfessionen. Die Währung auf Gibraltar ist das gibraltische Pfund, man kann aber nahezu überall mit Euros bezahlen.

Historische Gebäude in der Main Street auf Gibraltar, der englischen Enklave am südlichsten Zipfel Europas

Historische Gebäude in der Main Street auf Gibraltar

King´s Capel auf Gibraltar

King´s Chapel auf Gibraltar

 

Europapunkt

Nach ca. 2 Stunden Bummeln und Sightseeing in der Altstadt stiegen wir am vereinbarten Treffpunkt in die Minibusse, die uns auf den Felsen brachten. Die Fahrt durch die Tunnels war teilweise spektakulär, ich möchte kein Busfahrer auf Gibraltar sein! Der erste Stopp war am Europapunkt, dem südlichsten Punkt Europas. Bei klarem Wetter konnten wir Marokka an der Küste Afrikas entdecken. Vom Europapunkt aus hatten wir eine wahnsinnig tolle, fast Rundumsicht auf die spanische Mittelmeerküste, die spanische Atlantikküste und natürlich auf die marokkanische Küste. Ich fand den Blick atemberaubend!

Südlichster Leuchtturm Europas auf Gibraltar am Europapunkt

Südlichster Leuchtturm Europas am Europapunkt

 

St. Michael´s Cave – sehenswerte Tropfsteinhöhle in dem Felsen von Gibraltar

Ein Großteil des berühmtesten Felsens der Welt ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In den Upper Rock, auf ca. 300 Meter über dem Meeresspiegel haben wir die St. Michael´s Cave, eine imposante Tropfsteinhöhle besichtigt. Die illuminierte Höhle ist ein riesiges Netz aus Tropfsteinhöhlen, welches jedes Jahr bis zu einer Million Besucher zur Besichtigung oder zu den Höhlenkonzerten anlockt. Die teilweise riesengroßen Stalaktiten und Stalakmiten werden von bunten Strahlern in Szene gesetzt.

 

Imposante Tropfsteine in der St. Michael´s Cave auf Gibraltar

Imposante Tropfsteine in der St. Michael´s Cave auf Gibraltar

 

In der größten Halle der Höhle, der Cathedrale Cave, gibt es eine steinerne Bühne mit Sitzplätzen, wo immer mal wieder Konzerte stattfinden. Das muss ein tolles Erlebnis sein in dieser ungewöhnlichen Umgebung.

Steinerene Bühne in der Cathedrale Cave auf Gibraltar

Bühne in der Cathedrale Cave

 

Der Affenfelsen

Weiter ging unsere Fahrt mit dem Minibus zu den Berberaffen, der Hauptattraktion auf Gibraltar. Hier leben die einzigen Affen in freier Natur in ganz Europa. Es wird vermutet, dass sie einst aus Marokko übergesiedelt sind. Die Minibusse hielten kurz an und wer wollte, konnte aussteigen und die zutraulichen Affen aus der Nähe betrachten. Allerdings musst du hier gut auf deine Habseligkeiten achtgeben, die Äffchen versuchen immer mal wieder, was zu stibitzen. Unser Reiseführer erzählte, es geht das Gerücht, dass die Affen die gemopsten Kameras und Smartphones gegen Bananen eintauschen:-). Das Füttern und Streicheln der Affen ist nicht erlaubt, am besten gar keine Lebensmittel einpacken.

Berberaffen hautnah auf dem Felsen von Gibraltar

Berberaffen auf dem Felsen von Gibraltar mit toller Aussicht auf den Hafen im Hintergrund

 

Die Affen haben unseren Bus auf dem Felsen von Gibraltar erobert

Die Affen haben unseren Bus erobert

 

Die Legende besagt, dass Gibraltar so lange britisch bleibt, wie es dort wildlebende Affen gibt. Bei einer Belagerung hätten die Affen angeblich die auf Gibraltar lebenden Briten vor dem Angriff der Spanier beschützt. Aus diesem Grund werden die Affen hier gehegt und gepflegt. Laut unserem Reiseführer gibt es im Krankenhaus von Gibraltar eine extra Abteilung für die Affen.

Nach dem Besuch des Affenfelsens hat uns unser Busfahrer von dem Minibus souverän zurückgebracht zu unserm Reisebus der AIDA. Wenn du in der Nähe von Gibraltar Urlaub machst, lohnt sich hier ein Besuch unbedingt. Am einfachsten kommt man zu den Sehenswürdigkeiten mit einer geführten Tour. Die Reisebusse kommen schneller durch den Zoll und mit den Minibussen kommt man ebenfalls schnell zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Upper Rock. Und das Fernglas nicht vergessen, für die vielen tollen Aussichtspunkte!

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2 comments on “Gibraltar – die britische Enklave am südlichsten Zipfel Europas
  1. Hallo Dagmar, ehrlich gesagt kannte ich Gibraltar bisher nur von den Affen ;-)! Schön, in deinem Bericht ein paar andere Eindrücke und Bilder zu sehen!
    Liebe Grüße, Lisa

    • Hallo Lisa,
      schön, dass ich dein Bild von Gibraltar etwas zu verändern konnte. Ich fand es interessant dort. Vor allem die Mischung aus very british und der spanischen Lebensart,
      Lg Dagmar

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