Sagenhafte Wanderung um die Allerheiligen Wasserfälle

Allerheiligen Wasserfälle

Die Allerheiligen Wasserfälle gehören zu den mächtigsten Wasserfällen im Schwarzwald. Das Wasser stürzt hier in sieben Kaskaden aus einer Höhe von ca. 85 Metern in die Tiefe. Unter jeder Kaskade sammelt sich das Wasser in kleinen, aus dem Fels gewaschenen Wasserbecken.

Unsere kleine Rundwanderung starteten wir am unteren Wanderparkplatz bei Oppenau in der Lierbachstraße. Gegenüber des Parkplatzes befindet sich das nicht übersehbare, riesige Eingangstor in die wildromantische Schlucht.

Eingangstor Allerheiligen Wasserfälle

Eingangstor zu den Allerheiligen Wasserfällen

 

Die Wanderung führt uns über Treppen und Brücken, immer dem Lierbach entlang, durch eine enge Schlucht. Die Schlucht wird von moosbewachsenen, hohen Felsen eingerahmt, verstreut herumliegende Felsen und mitgerissene Baumstämme säumen den Weg der Allerheiligen Wasserfälle und zaubern eine wildromantische Stimmung.

wildromantische Wasserfälle Allerheiligen

Eine der Stufen der Allerheiligen Wasserfälle

 

Die Wasserfälle Allerheiligen waren bis zum 19. Jahrhundert vollkommen unzugänglich. Ab 1840 wurden die Tiefen der Schlucht mit Leitern begehbar gemacht, was allerdings eine atemberaubende und gefährliche Tour war.

Allerheiligen Wasserfälle Sagenrundweg

Allerheiligen Wasserfälle

Zu Beginn des 20 Jahrhunderts wurden die Allerheiligen Wasserfälle durch die jetztige Streckenführung mit Treppen und Brücken erschlossen.

Am oberen Ende der Schlucht stoßen wir rechterhand auf einen Hügel mit dem Ehrenmal des Schwarzwaldvereines. Dieses Ehrenmal wurde bei der Klosterkirche Allerheiligen 1929 vom Schwarzwaldverein errichtet und gedenkt seiner Toten des ersten Weltkrieges. Heute soll es aller inzwischen verstorbenen Mitgliedern des Schwarzwaldvereins gedenken.

Ehrenmal Schwarzwaldverein Klosterruine Allerheiligen

Ehrenmal des Schwarzwaldvereines

 

In der Mitte des offenen Rundtempels sitzt das überlebensgroße Standbild eines Kriegers mit Schwert. Im Sockel des aus hellen Natursteinen errichteten Ehrenmales befindet sich folgende Inschrift: Wir heißen euch hoffen. 

Weiter führt uns unsere kleine Rundwanderung zu der Klosterruine Allerheiligen.

Klosterruine Allerheiligen

Als erstes stoßen wir, ein wenig unterhalb der Klosterruine auf 2 symetrische Wasserbecken mit Fontainen. Leider war nur sehr wenig Wasser in den Becken und die Fontainen sprudelten nicht wirklich. Ob das an dem sehr trockenen Sommer lag?

Wasserbecken an der Klosterruine Allerheiligen

Wasserbecken bei der Klosterruine

 

Auf dem Weg zur Klosterruine kommst du noch an einem kleinen Klostermuseum vorbei, in welchem sich eine Ausstellung über die wechselvolle und interessante Geschichte des Klosters befindet. Außerdem kannst du hier ein Modell der Klosteranlage bewundern.

Es gibt hier auch ein Ausflugslokal, den Klosterhof. Bei unserem Besuch war nur die Gartenwirtschaft geöffnet.

Von hier aus kannst du schon mal einen Blick auf den Eingang der Klosterruine erhaschen. Die volle Schönheit der Ruine erschließt sich dir aber erst, wenn du durch die Pforte der Ruine trittst.

Das Kloster gehörte seit Gründung im Jahre 1195 zum Prämonstatenser-Chorherrenstift. Das Kloster Allerheiligen hatte bis zur Säkularisation 1803 einen starken religiösen und auch kulturellen Einfluss auf die weitere Umgebung.

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Klosterruine Allerheiligen

 

Ein Jahr nach der Säkularisation zog ein heftiges Gewitter über das Kloster hinweg und der Blitz schlug in den Kirchturm des Klosters ein, der Kirchturm mit den Glocken und das Dachgebälk wurden dabei komplett zerstört.

Die Klosterruine fiel für cirka 50 Jahre in einen Dornröschenschlaf und wurde 1854 touristisch erschlossen.

Heutzutage pilgern jedes Jahr viele Tausend Wanderer und Touristen zur Klosterruine Allerheiligen um die hohen Säulen, Wandteile und Rundbögen, die malerisch in den Himmel ragen, zu bewundern.

Nachdem wir diese ebenfalls gebührend bewundert hatten, schlenderten wir zurück, Richtung Klosterkiosk. Nach einem kurzen Besuch des Kioskes bogen wir in den Sagenrundweg rechts ab.

Sagenhafter Sagenweg

Auf dem Sagenweg stoßen wir auf verschiedene Tafeln mit spannenden Erzählungen und Sagen. Hier kannst du die spannenden Sagen von der Engelskanzel, von einem Junker aus Straßburg oder auch von einem schwedischen Reiter im Dreißigjährigen Krieg nachlesen.

Aussicht von der Engelskanzel Allerheiligen Wasserfälle

Aussicht von der Engelskanzel

 

Zuerst steigt der Weg noch weiter sanft an und wir wandern durch wunderbaren lichten Wald. Auf dem Sagenweg hast du immer wieder sagenhafte Ausblicke in die Schlucht, auf gegenüberliegende steile Felswände und auf entfernte Schwarzwaldhöhen.

Der letzte Teil der Wanderung war nicht mehr so spannend, es ging durch dunklen Tannenwald, teilweise steil bergab. Nach kurzer Zeit erreichten wir unseren Ausgangspunkt, den Wanderparkplatz oberhalb von Oppenau.

Fazit zur Rundwanderung Allerheiligen Wasserfälle

Uns hat die knapp 4 Kilometer lange Wanderung sehr gut gefallen, die Wasserfälle Allerheiligen, die Klosterruine und den Sagenweg sind meiner Meinung nach sehenswert. Empfehlenswert ist auf jeden Fall festes Schuhwerk.

Ein Wanderparkplatz befindet sich oberhalb der Stadt Oppenau, die Klosterruine kann auch von einem Parkplatz ganz in der Nähe besucht werden, falls du keine Lust auf die Wanderung durch die Schlucht des Allerheiligen Wasserfalls hast.

Diese Wanderung haben wir in dem Buch „Mystische Pfade Schwarzwald“ * von Annette und Lars Freudenthal entdeckt, in welchem noch weitere 38 Wanderungen auf den Spuren von Mythen und Sagen beschrieben sind.

* Enthält Werbung, da Namensnennung eines Buchtitels.

Falls du noch mehr spannende und aussichtsreiche Wanderungen im Schwarzwald suchst, wirst du hier fündig.

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2 comments on “Sagenhafte Wanderung um die Allerheiligen Wasserfälle

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