Ein Wanderparadies im Allgäu: Die Höhepunkte der Wandertrilogie Allgäu

Kürzlich durfte ich auf Einladung der Allgäu GmbH einige Tage die Wandertrilogie im Allgäu ausprobieren. Bei kühlem Wetter und leider kaum Fernsicht waren wir vier Tage in den drei Themenräumen unterwegs.

Die Berge waren sehr scheu und haben sich nur kurzzeitig sehen lassen, um uns zu zeigen, was die einzelnen Touren für eine tolle Fernsicht bieten können.

Während zwei der Touren wurden wir begleitet von Achtsamkeits- und Resilienz -Trainerin Claudia Maier. Dazu erzähle ich euch mehr bei den beiden Touren.

Dies war tatsächlich mein erster Aufenthalt im Allgäu, obwohl ich nicht sehr weit entfernt wohne. Es wird mit Sicherheit nicht mein letzter Aufenthalt in dieser wunderschönen Landschaft sein!

Zuerst möchte ich euch ein wenig über die Wandertrilogie Allgäu erzählen, ein ganz tolles Konzept, wie ich finde.

 

Wandern auf den Wassergänger, Wiesengänger und Himmelsstürmer Routen

Die Wandertrilogie bietet wirklich für jedermann/frau eine Route nach seinen Ansprüchen. Eine Wander-Vielfalt in drei Höhenlagen und auf drei Routen präsentieren dir insgesamt 84 Etappen, die du ganz individuell nach deinen Vorlieben und Interessen zusammenstellen kannst. Die Routen sind jeweils durch Farben in ihren Schwierigkeitsstufen aufgeteilt:

Idylle pur bei der Wandertrilogie Allgäu
Idylle pur bei der Wandertrilogie Allgäu

Bei den blaue Routen wanderst du auf einfachen Wegen, die zum Teil aber schmal und auch etwas steiler sein können.

Auf den roten Routen gehst du hauptsächlich auf schmalen, oft auch steilen Wegen. Auf diesen Routen der Wandertrilogie Allgäu solltest du absolut trittsicher und ein geübter Wanderer sein.

Die schwarzen Routen führen dich auf schmale, oftmals steile und absturzgefährliche Wege. Es können zwischendurch auch mal Kletterpassagen, bei welchen du deine Hände einsetzten solltest, vorkommen. Für diese Routen sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.

Das ist gerade das Besondere an der Wandertrilogie im Allgäu, dass du auf der Wiesengänger, der Wassergänger und der Himmelsstürmer Route Etappen in allen drei Schwierigkeitsstufen findest.

 

Auf der Wiesengänger Route streifst du durch eine sanfte Hügellandschaft, stille Wälder, grüne Wiesen oder Moore mit zumeist sanften Anstiegen. Dabei hast du bei guter Sicht die Allgäuer Alpen fast immer im Blick. Unterwegs kommst du durch mittelalterliche Städte, barocke Kirchen oder eindrucksvollen Klöstern vorbei.

Die Wassergänger Route der Wandertrilogie führt dich an Wasserläufen, Wasserfällen und zahlreiche Seen vorbei. Hier sind die Anstiege schon etwas moderater. Belohnt wirst du auf der Wassergänger Route mit grandiosen Panoramablicken auf die idyllische Landschaft des Allgäus mit Bergen, Schlössern und Burgen.

Auf der Himmelsstürmer Route wanderst du oft in Abgeschiedenheit durch die höheren und schroffe Berge des Allgäus oder in dem Naturpark der Nagelfluhkette. Hier kann es sein, dass dir durchaus ein Steinbock oder sonst ein seltenes Tier begegnet. Also immer die Augen offen halten!

Die einzelnen Routen sind durch die Trilogie-Leitern immer wieder miteinander vernetzt, hier kannst du von einer Route problemlos auf eine andere wechseln. Teilweise führen die einzelnen Routen über die gleiche Trasse.

Zusätzlich gibt es noch Trilogie-Rundgänge in den einzelnen Städten der Wandertrilogie Allgäu. Hier führen dich die Routen auf wenigen Kilometern mit wenigen Höhenmetern zu ausgewählten Plätzen und Sehenswürdigkeiten der Städte.

Die Trilogie-Räume

Auf der Wandertrilogie Allgäu begegnen dir neun verschiedene Trilogieräume. In den Erlebnisräumen werden thematische Wanderungen oder Rundgänge zusammengefasst und erzählen ihre Geschichten. Jeder Trilogie-Raum hat dabei seine eigens kreierte Sitzbank, die dir im jeweiligen Trilogie-Raum immer wieder begegnet und dir ausdrucksvoll von der Geschichte des Raumes erzählt. Zum Beispiel verkörpert die Chaiselongue die Romantik im Schlosspark.

 

Folgende Trilogie-Räume kannst du dabei durchwandern:

In den Alpgärten wanderst durch eine wunderbar grüne Alpenlandschaft, Heimat vieler seltenen Pflanzen und Kräuter. Oftmals ragen Felsspitzen, geformt wie Nägel, hoch in den Himmel. Über 500 Alpen zeugen in den Alpgärten von sanfter, landwirtschaftlicher Nutzung der Hochflächen.

Die Gipfelwelten führen dich, wie der Name schon sagt, hoch hinauf auf die Gipfel der Wandertrilogie. Zwischen den Berggipfeln begegnen dir in den Hochtälern manchmal Dörfer, die sich an die Berge schmiegen.

Auf den Glückswegen bestimmen das Wasser mit seiner heilenden Kraft und die vielen Kräuter und Pflanzen die Erlebnisse.

Die Heimatstätten zeigen dir die alten Städte des Allgäus mit ihren Geschichten und die Geschichten besonderer Bürger. Hier begegnen dir schmucke Häuser, imposante Klosteranlagen und Kirchen und lebendige Marktplätze. Lass dich von den mittelalterlichen Städten bei einem Stadtrundgang in ihren Bann ziehen!

Die Naturschatzkammern der Wandertrilogie beherbergen das schwarze Gold des Allgäus, das Moor.

Die Panoramalogen liegen im Zentrum der Wandertrilogie, es sind gleichzeitig sozusagen die Logenplätze des Allgäus. Hier kannst du deinen Blick gleichzeitig über die Hügel, das Voralpenland und das Gebirge schweifen lassen.

Im Schlosspark, dereinst Heimat eines Königs, begegnet dir eine Welt voller Sagen und Mythen. Verträumte Dörfer, mystische Seen und hügeliges Grün begegnen dir hier bei deinen Wanderungen.

Urkrafttäler umgeben das oberste Dorf des Allgäus. Hier durchwanderst du drei Haupttäler, vorbei an kristallklaren Seen und entlang an gurgelnden Bachläufen.

In den Wasserreiche begegnet dir das Element Wasser auf Schritt und Tritt. Mal als Fluss, als kleines Rinnsal, tobt durch eine tiefe Schlucht oder rauscht über die Kaskaden eines Wasserfalles in die Tiefe. Oder als ruhige Seen, kleine Teiche oder verlandet als Moor.

 

Start- und Willkommensplatz auf der Wandertrilogie

An den Start- und Willkommensplätzen beginnen jeweils die Etappen in den Partnerorten. Hier kannst du jeweils einiges über die Geschichten des Trilogie-Raumes und des Ortes erfahren. Auf Stelen wird alles anschaulich erklärt und dargestellt. An der Entstehung dieser Wahrzeichen waren viele Künstler beteiligt, viele Ideen sind in die Säulen mit eingeflossen.

Wahrzeichen auf dem Start- und Wilkommensplatz in Marktoberdorf. Hier startet der Trilogie-Rundgang Marktoberdorf
Wahrzeichen auf dem Start- und Wilkommensplatz in Marktoberdorf.

Die Wahrzeichen an den Start- und Willkommensplätzen erzählt einiges: Der massive Sockelstein, ein Findling, stellt das Vermächtnis des Gletschers dar. Darauf steht an allen Plätzen der blaue Allgäu-Würfel. Der mittlere Würfel erzählt symbolisch die Geschichte des Trilogie-Raumes, in dem wir uns befinden. Der oberste Würfel informiert dich bildlich über die Geschichte des Ortes, an dem du dich befindest. An der Entstehung dieser Wahrzeichen waren viele Künstler beteiligt, viele Ideen sind in die Säulen mit eingeflossen.

Trilogieplatz

Die drei Nadeln der Trilogie-Plätzen erzählen dir von Geschichten, die sich hier verstecken. Es kann sich dabei um längst vergangene Geschichten handeln, von der Landschaft oder um Begebenheiten aus der Kulturgeschichte der Umgebung. Lass dir die Geschichten von den Würfeln berichten!

Trilogie-Nadeln bei Marktoberdorf erzählen die Geschichten über Sagen und Mythen bei der Wandertrilogie Allgäu
Trilogie-Nadeln bei Marktoberdorf

Schaupunkte

Immer wieder triffst du bei deinen Wanderungen auf der Wandertrilogie Allgäu auf sogenannte Schaupunkte. An den Schaupunkten wird dein Blick auf ein bestimmtes Detail gelenkt, das sonst eventuell in der Gesamtheit der Aussichten untergegangen wäre.

Schaupunkt Marktoberdorf
Schaupunkt Marktoberdorf

Unsere vier Trilogie-Wanderungen und Rundwege

Während unserem verlängerten Wochenende auf der Wandertrilogie Allgäu durften wir auf drei der Routen achtsam unterwegs sein und eine spannende Führung durch das Wurzacher Ried genießen.

Während zwei der Wanderungen begleitete uns Claudia Maier, eine Resilienz- und Achtsamkeitstrainerin. Sie erklärte uns unterwegs immer wieder, wie wir mit gezielten Übungen unsere Resilienz schulen können. „Der Begriff Resilienz leitet sich aus dem lateinischen resiliere ab und bedeutet zurückspringen, abprallen. In der Psychologie bezeichnet der Begriff heute die Fähigkeit, mit belastenden Situationen und Lebensumständen auf eine gesunde Art und Weise umzugehen, das Leben trotz widriger Umstände positiv zu gestalten.“

 

Trilogie-Rundgang Marktoberdorf

Zum Einstieg unseres Wochenendes starteten wir bei leichtem Nieselwetter unseren Spaziergang in Marktoberdorf. Am Start- und Willkommensplatz hat uns Christa Fredlmeier, massgeblich an der Entwicklung der Wandertrilogie Allgäu beteiligt, erst mal eine Einführung in das Konzept der Wandertrilogie gegeben. Für mich war es sehr spannend, etwas über die Symbolik der Würfel an den Start- und Willkommensplätzen zu erfahren.

In Marktoberdorf bildet ein Findling aus Auerkalk den Sockel. Darauf befindet sich der blaue Allgäu-Würfel, wie an allen Start- und Willkommensplätzen. Darüber der Würfel, der den Raum symbolisiert, hier den Schlosspark. Der oberste Würfel zeigt dir die individuelle Geschichte Marktoberdorfs, gute und böse Geister.

Diesen Geistern begegnest du bei dem Trilogie-Rundgang in Marktoberdorf allenthalben. Sei es vom schwarzen Pudel oder vom Klobunzele, das im Kuhstallweiher lebt. Bei unserem Rundgang mit einer sehr kompetenten Stadtführerin haben wir allerlei zu den Sagen und Geschichten der Stadt im Allgäu erfahren.

Unser Spaziergang führte uns unter anderem durch das Naturschutzgebiet „Buchel“, dem Naherholungsgebiet Marktoberdorfs, wo sich auch die Wendelinskapelle befindet. An der Fokusierstele haben wir einen Blick auf den sagenumwobenen Aggenstein geworfen und am sogenannten Engellandeplatz bewunderten wir das Kunstwerk eines einheimischen Künstlers und das grandiose Alpenpanorama, das ganz leicht durch die Wolken schimmerte.

Engellandeplatz bei Marktoberdorf. Hier geht der Trilogie-Rundgang Marktoberdorf vorbei.
Engellandeplatz Marktoberdorf

Weiter ging es auf einem Wiesenweg entlang an herrlich blühenden Frühlingswiesen.

Eine weitere Fokusierstele lenkte unseren Blick auf das Schloss von Marktoberdorf. Begleitet von wundschönen Aussichten kehrten wir wieder zurück in die Stadt und zu unserem Ausgangspunkt, dem Start- und Willkommensplatz in Marktoberdorf.

Der Trilogie-Rundgang in Marktoberdorf ist knapp drei Kilometer lang.

Von Marktoberdorf nach Kaufbeuren

Nach dem Frühstück trafen wir uns im Garten unseres Hotels mit Achtsamkeits- und Resilienz-Trainerin Claudia Maier, die uns während unserer Wanderung mit dem Thema „Wandern schult Achtsamkeit und Resilienz“ begleitete. Ich war schon ganz gespannt, was wir bei ihr alles erfahren dürfen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erhielten wir von Claudia alle ein Starterkit, unter anderem mit einem kleinen Säckchen mit 9 Bohnen drin. Diese Bohnen steckten wir in die Hosentasche, und bei jedem schönen Moment an diesem Tag wanderte jeweils eine Bohne in die andere Hosentasche. Ich muss gestehen, die Bohnen haben mir nicht ausgereicht, so viele schöne Momente hatte ich während dieser Tour! Nach einer kurzen Achtsamkeitsmeditation ging es auch gleich los mit der geplanten Wanderung! Und zwar eine Teilstrecke der Wandertrilogie Marktoberdorf – Kaufbeuren.

Wir starteten etwas oberhalb von Kaufbeuren, wanderten auf weichen Wiesenwegen moderat den Berg hoch und genossen dabei die Vielfalt der Allgäuer Landschaft. Claudia wies uns immer wieder darauf hin, achtsam die Natur um uns herum aufzunehmen, zu Hören, zu Riechen und zu Tasten. Achtsamkeit schult unsere Resilienz, sie ist eine der Säulen der Resilienz.

Vorbei an herrlichen alten Buchen, erreichten wir unser erstes Ziel, die Fatima-Kapelle.

Hier, bei herrlicher Aussicht über blühende Frühlingswiesen, leitete uns Claudia zur nächsten Übung an: Wir stellten uns mit geschlossenen Augen fest mit beiden Füßen auf den Boden und achteten nur auf die Geräusche und auf die Empfindungen unserer Haut. Dabei drehten wir uns im Minutentakt um jeweils 90 Grad.

Anschließend absolvierten wir die Übung nochmals mit offenen Augen und spürten nach, wie sich die Wahrnehmung verändert. Probier es doch selbst mal aus!

Nach dieser interessanten Erfahrung ging es weiter auf dem gut ausgeschilderten Wanderweg. Wir streiften den Weiler Großkemnat mit einem Blick auf einen alten Römerturm und weiter, durch herrliche Waldgebiete und grüne Wiesen, immer der Beschilderung nach.

Mitten im Wald, an einem kleinen Weiher, stand die nächste Meditation an. Auf dem weichen Waldboden sitzend, lernten wir, alles von uns abfallen zu lassen.

Nach dieser entspannenden Übung wanderten wir erst mal ruhig und in unsere Gedanken versunken weiter, etwas, das ich beim Wandern schon immer liebe.

Nach einigen Kilometern kamen wir entspannt, aber hungrig an unserem Ziel, der Bergmang Alpe an.

Unseren Appetit stillten wir mir verschiedenen Gerichten, von Saurem Käse bis zu einem Dreierlei aus Knödeln. Nach dem Essen bewunderten wir vor der Bergmang Alpe das Idyll aus blühenden Frühlingswiesen, grasenden Kühen, blau-Weißem Himmel und Berge im Hintergrund!

Von der Bergmang Alpe wanderten wir hinunter nach Rudartshofen, von wo es wieder zurück nach Marktoberdorf ging.

Die komplette Wiesengänger-Route Marktoberdorf – Kaufbeuren ist 25,8 Kilometer lang, der Aufstieg beträgt 329 Höhenmeter, der Abstieg 329 Höhenmeter. Unser Teilabschnitt davon waren ungefähr 14 Kilometer.

Trilogie-Rundgang Leutkirch

Am dritten Tag starteten wir nach dem Frühstück und Auschecken aus unserem Hotel in Richtung Leutkirch, im Schwäbischen Teil vom Allgäu. Das hieß für mich, schon mal Richtung Heimat fahren.

In Leutkirch trafen wir uns mit der Leiterin der Tourist-Information, Julia Panzram. Sie begrüßte uns auf dem Start- und Willkommensplatz mit der obligatorischen Säule mit den drei Würfeln, welche sie uns auch gleich erklärte. Wir starteten unseren Trilogie-Rundgang Leutkirch, auch hier begleitete uns nochmal Claudia Maier, um unsere Resilienz und Achtsamkeit zu schulen. Wir passierten den Gänselieselbrunnen und das Glasmachermuseum.

Über den Marienplatz, vorbei an der Kirche und eine Treppe hoch, verließen wir die Stadt und wanderten durch einen lichten Laubwald bis zur Thingstätte. Diese Thingstätte wurde während der NS-Zeit mit Aussicht auf Leutkirch errichtet. Hier sollten zu jener Zeit politische Kundgebungen und Aufmärsche stattfinden.

Heute ist diese Stätte einfach ein schöner Platz mit grandioser Aussicht, den drei Trilogienadeln der Wandertrilogie Allgäu und bequemen Sitzbänken, die dem Trilogie-Raum Heimatstätten zugeordnet sind. Die Thingstätte ist umgeben von alten, mächtigen Bäumen. Dieser Platz bot sich hervorragend an, um von CLaudia einiges über die Kraft der Bäume zu erfahren und wie wir diese für uns einsetzten können. Ein spannendes Thema, mit dem ich mich gerne noch weiter beschäftigen werde.

Weiter ging es, wieder den Berg hinunter, vorbei an einer Kneipp-Anlage, bis zum Stadtweiher. Hier beobachteten wir die Wasservögel und entdeckten ganz versteckt einen brütenden Schwan.

Auf dem weiteren Weg übten wir wieder unsere Achtsamkeit mit verschiedenen Übungen, bei einer Pause mit Aussicht machten wir eine Schreibübung zum Thema, wie ich zurück zu meiner Kraft finde.

Wieder zurück in der ehemaligen Reichsstadt mit dem barocken Rathaus gönnten wir uns noch einen leckeren Mittagsimbiss im Blauen Affen. Die vegetarische Pinsa und die Salatbowl mit Falaffel waren sehr lecker!

Führung durch das Wurzacher Ried

Der zweite Programmpunkt an diesem Tag war eine Führung durch das Wurzacher Ried in Bad Wurzach. Herr Dr. Roth führte uns auf kurzweilige Art auf den „Spuren der Torfstecher“ durch das Wurzacher Ried.

 

Er erzählte uns dabei allerhand zur Geschichte und der Technik des Torfabbaus in dieser einmaligen Urlandschaft, dem größten zusammenhängenden und auch intakte Hochmoor Mitteleuropas.

Die Geschichten kannst du an 12 Infotafeln entlang des Torflehrpfades nachlesen. Der Pfad ist ungefähr 1,5 Kilometer lang, und führt dich auf unterschiedlichen Untergründen durch das Moor. Mal geht es über federnde Torfwege, mal über Holzstege oder Wiesenwege durch das Moor. Am angenehmsten fand ich die federnde Torfwege.

Die Becken für das Wurzacher Ried formten während der letzten drei Eiszeiten gewaltige Kräfte des Rheingletschers. Über 200 Jahre wurde hier bis Ende des letzten Jahrhunderts Torf als Brenntorf, Gartentorf, Streutorf für das Vieh und Badetorf abgebaut. Heute noch kannst du Spuren des Torfabbaus entdecken, sei es an alten Torfwerken, Torfstichen und Gräben, die ausgehoben wurden. Der Riedsee im Wurzacher Ried ist durch den Abbau des Torfes entstanden.

In dem größten Naturschutzgebiet Süddeutschlands herrschen optimale Bedingungen für vielerlei Tiere und Pflanzen. Viele der hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten stehen auf der „Roten Liste“ und finden hier optimale Lebensbedingungen.

Von unzähligen Libellenarten, Wasservögeln und vielleicht auch mal eine Kreuzotter kannst du hier ganz unterschiedliche Tiere beobachten.

An Pflanzen begegnen dir großzügige Heidekrautlandschaften, die das Wurzacher Ried im Sommer mit einem lilafarbenen Blütenmeer überziehen. Im Frühjahr wiegen die weißen Büschel des Wollgrases im Wind. Auch fleischfressender Sonnentau, der sich von Insekten ernährt, kannst du im Moor entdecken.

Wusstest du, dass Moorflächen mehr CO2 speichern können, als eine vergleichbare Fläche Wald? Deshalb wird im Wurzacher Ried das Trockenmoor vernässt, damit sich eine Vegetation entwickelt und wieder mehr CO2 gespeichert wird.

Die Torfbahn bringt dich von April bis Oktober ganz bequem und gemächlich durch das Wurzacher Ried. Die Torfbahn wurde zum Transport des Torfes genutzt, heute fährt sie auf den alten Schmalspurschienen Besucher vom Zeiler Torfweg bis zum Haidgauer Torfwerk und wieder zurück.

Noch mehr über die spannende Welt des Moores erfährst du in der interaktiven Erlebnisausstellung MOOR EXTREM in Bad Wurzach am Kurpark.

Von einer Freundin bekam ich noch den Tipp, in Bad Wurzach einen Blick in das barocke Treppenhaus des Wurzacher Schlosses zu werfen. Ich gebe den Tipp mal weiter, es ist wirklich sehenswert. Der Eintritt ist übrigens frei, allerdings kannst du eine kleine Spende für den Erhalt des Treppenhauses einwerfen.

Barockes Treppenhaus im Schloss von Bad Wurzach, entdeckt beim Wandern auf der Wandertrilogie Allgäu
Barockes Treppenhaus im Schloss von Bad Wurzach

 

 

Unsere Hotels während der Wandertrilogie Allgäu

Hotel Weitblick in Marktoberdorf

Hier ist der Name Programm! Bei klarem Wetter hast du hier einen Traumblick auf die Berge der Alpenkette. Leider waren die Berge bei unserem Aufenthalt sehr scheu, sie haben sich uns nur kurz am ersten Abend gezeigt.

Das stylische Hotel steht mitten im Grünen, umgeben von grünen Wiesen und sanften Hügeln. Super fand ich den Blick vom Badezimmer durch eine Glasscheibe hindurch auf die grünen Wiesen und die Berge! Den Weitblick kannst du zum Teil selbst von den Saunen und den Ruheräumen genießen, Entspannung pur!

Den großzügigen Wellness-Bereich genossen wir nach dem Wandern ausgiebig. Mehrere Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen, wunderschöne Ruheräume und das große Aussenschwimmbecken testeten wir ausgiebig.

Die kulinarischen Genüsse im Hotel Weitblick in Marktoberdorf können sich ebenfalls sehen lassen: Vom sehr umfangreichen Frühstücksbuffet bis zum Fünf-Gänge-Menü war alles super lecker und schön angerichtet.

Hier sprechen Bilder mehr als Worte, finde ich:

Das Hotel Weitblick in Marktoberdorf ist das perfekte Hotel für einige Tage Auszeit. In der Umgebung findest du viele Wander- und Radwege.

Übrigens bietet das Hotel Weitblick im Allgäu immer mal wieder besondere Angebote. Ab und zu mal reinschauen lohnt sich!

 

feelMOOR Gesundresort Bad Wurzach

Die letzte Nacht unserer Reise auf der Wandertrilogie Allgäu verbrachten wir im feelMOOR, Gesundresort Bad Wurzach. Das Hotel wurde 2020 umfangreich umgebaut und bietet den Gästen eine Vielzahl von Angeboten. Fünf unterschiedliche Säulen bieten dir therapeutische Anwendungen und stärken Gesundheit und Wohlbefinden. Die Behandlungen umfassen außer medizinischen Behandlungen, Bewegung, gesunde Ernährung, die Natur und Behandlungen im Moorbad.

Das feelMOOR eignet sich für einen Wochenendurlaub, für einen Wander- oder Radurlaub, aber auch für einen Kuraufenthalt.

Die schmackhaften Mahlzeiten im feelMOOR werden in Buffetform angeboten, zum Abendessen gibt es zwei verschiedene Menüs.

Nach dem Frühstück, zum Ende unserer Reise auf der Wandertrilogie, haben wir noch ausgiebig den SPA-Bereich mit Thermalbad und Saunalandschaft genossen.

Weiterlese

Für weitere Informationen kann ich dir diesen Kompass-Wanderführer * bestens empfehlen. Er beschreibt die einzelnen Touren detailreich mit Fotos, Kartenausschnitten und Schwierigkeitsgrad. Außerdem ist noch eine Wanderkarte dabei. Über einen Link kannst du die GPX Daten der Touren kostenlos heruntergeladen werden.

Wenn du auch gerne im Schwarzwald wandern möchtest, findest du hier die schönsten Wanderungen im Schwarzwald: erforsche faszinierende Landschaften und spektakuläre Aussichten! 

Auf dem Reiseblog von Elke findest du drei wunderbare Moorwanderungen im Alpenvorland oder hier über die Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Schwangau, mitten im Gebiet der Wandertrilogie im Allgäu!

Wenn du zwischen dem Wandern noch einen Städtetrip einschieben möchtest, kann ich dir die romantische Stadt Füssen vor einem traumhaften Alpenpanorama empfehlen. 

 

*Als Partner von Affiliateprogrammen verdiene ich an qualifizierten Käufen. Diese ermöglichen es mir, Informationen auf dieser Website kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Produkte kosten Dich dadurch nicht mehr.

Offenlegung – Beitrag enthält Werbung

Zu dieser hervorragend organisierten Pressereise wurde ich von der Allgäu GmbH eingeladen. Dieser Beitrag spiegelt meine eigene Meinung über die unterschiedlichen Programmpunkte wieder.

 

 

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8 Kommentare zu “Ein Wanderparadies im Allgäu: Die Höhepunkte der Wandertrilogie Allgäu”
  1. Liebe Dagmar,
    obwohl ich mal unweit des Allgäus gewohnt habe, bin ich nie da hin gekommen. Das sieht wunderbar aus. Ich würde zum Einstieg wohl die blaue Route bevorzugen.

    Apropos Bohnen: In einer schwierigen Phase meines Lebens, in der ich dachte, es gibt nichts Schönes mehr, habe ich täglich kleine Highlights in ein Buch geschrieben. Ich „zwang“ mich, 10 Glücksmomente zu suchen und ganz schnell waren es viel viel mehr. Ein singender Vogel, ein wärmender Sonnenstrahl, ein lächelnder Mitbürger… wenn man aufmerksam durchs Leben geht, findet man viele kleine Puzzlesteine, die zum Glücklichsein beitragen.

    LG Liane

    • Liebe Liane, die Routen sind wirklich sehr empfehlenswert. Wir waren ebenfalls auf einer Blauen Route unterwegs, du kannst so vieles dabei entdecken.
      Mit dem Buch, das ist ebenfalls eine schöne Idee, Achtsamkeit zu üben und dadurch die Resilienz zu stärken.
      Lg Dagmar

  2. Das mit den Schaupunkten finde ich eine witzige Idee. Denn wie oft passiert es mir beim Wandern, dass ich etwas übersehe, weil ich mich mehr auf den Weg als das drumherum konzentriere. Schade, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat, aber zum Wandern war das Wetter dann ja doch ideal…

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  4. Liebe Dagmar,
    das sieht nach einem idyllischen Wandergebiet aus. Besonders die Wassergänger Route klingt sehr spannend. Sollte ich mal im Allgäu sein, würde ich wohl diese Tour mal ausprobieren.
    Viele Grüße
    Annette

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