Städtetrip Salzburg – die schönsten Sehenswürdigkeiten der Mozartstadt

Das kann nur Salzburg!

Unter diesem Motto war ich kürzlich in der österreichischen Stadt an der Salzach mit 3 weiteren Blogger*innen unterwegs, wir haben uns aufgemacht die Besonderheiten der Stadt an der Salzach zu entdecken.

Salzburg die schönsten Sehenswürdigkeiten
Stadtansicht Salzburg

Salzburg stand schon einige Zeit auf meiner Liste ganz weit oben, da musste ich die Einladung zu dieser Reise einfach annehmen! Und Salzburg mit seinen großen und kleinen Highlights hat mich begeistert! Umgeben von Bergen, bietet die österreichische Stadt einiges: eine wunderschöne Altstadt mit idyllischen Gässchen und gemütlichen und traditionsreichen Cafés, allerhand an Kultur und Sehenswürdigkeiten, und nicht zu vergessen die kulinarischen Genüsse! Komm mit und begleite mich zu den Besonderheiten!

Stadtspaziergang in Salzburg

Als allererstes stand eine Stadtführung mit Guide Christian auf dem Programm. Mit ihm entdeckten wir allerhand Kurioses und Interessantes in der Mozartstadt.

Kunst in Salzburg

Mitten auf dem Kapitelplatz entdecken wir eine riesengroße Kugel aus Bronze, die zu dem „Walk of Modern Art“ gehört. Ist es eine riesengroße Mozartkugel oder soll sie eher eine Weltkugel darstellen? Ich tendiere zu der Weltkugel! Auf alle Fälle ist die Skulptur ein beliebtes Fotomotiv.

Skulptur Sphaera Die goldene Kugel Salzburg
Die Skulptur Spaera auf dem Kapitelplatz

Zu dem ungewöhnlichen Kunstpfad gehören insgesamt 14 Skulpturen, die dich zu den schönsten Plätzen Salzburgs führen, sie sind alle fußläufig zu erreichen. Das umstrittenste Objekt ist zweifelsohne „Mozart – Eine Hommage“ direkt vor der Markuskirche am Ursulinenplatz. Die Figur stellt eine üppige, nackte Frau mit dem Antlitz Mozart’s dar. Na ja, das ist wahrscheinlich wirklich nicht jedermanns Geschmack.

Kurioses in Salzburg

Das kann nur Salzburg! Einiges an Kuriositäten kannst du in der Stadt entdecken.

Klettergurte, Helm und Bergstiefel, das ist die Arbeitsausrüstung der Bergputzer. Sie befreien die Felswände der Salzburger Hausberge von losem Gestein und sorgen so dafür, dass die Bewohner und Besucher unbeschwert vorbeispazieren können.

Die Geschichte hinter dem Panzereck ist gleichermaßen kurios wie pikant: Am Eingang der Steingasse ist ein Stück Mauer herausgebrochen. Die Ecke fiel im zweiten Weltkrieg dem Zusammenstoß mit einem Panzer zum Opfer. Man munkelt, dass die Soldaten mit ihrem Panzer zum „Maison de Plaisier“ steckengeblieben sind.

Panzerecke Salzburg
Hier steckte der Panzer fest

Wenn du von der Franziskanergasse durch den Dombogen spazierst und dabei auf die Madonna an der Fassade schaust, kannst du die eigenmächtige Krönung Marias erleben. Die vergoldete Krone, die von zwei Engeln gehalten wird, senkt sich mit jedem Schritt, den du auf den Dom zugehst, auf das Haupt der Marienstatue.

Die eigenmächtige Krönung Marias an der Domfassade in Salzburg
Die Krönung Marias an der Domfassade

Auch das kann nur Salzburg: Am Kapuzinerberg hat eine kleine Herde Gämsen ihre Heimat gefunden. Sie haben sogar ihren eigenen Stadtjäger, der sie füttert, hegt und pflegt. Abgeschossen werden dürfen sie allerdings nicht. Mit etwas Glück kannst du die ungewöhnlichen Stadtbewohner bei einem Spaziergang am Salzburger Hausberg beobachten.

Direkt neben dem Mirabellgarten kannst du in das Reich der Zwerge spazieren. Die eigenartigen Gestalten, gefertigt aus weißem Untersberger Marmor bevölkern den Zwergerlgarten seit über 300 Jahren kurzer Unterbrechung. Zwischendurch wurden sie versteigert und reisten in aller Herren Länder, später fanden sie den Weg wieder zurück in ihre Heimat.

Eingang zum Zwergelgarten Salzburg
Eingang zum Zwergelgarten

Führung auf den Glockenspielturm

Eines unserer Highlights war eine Besichtigung des bekannten Salzburger Glockenspieles. Dieses findest du im Turm der Neuen Residenz am Residenzplatz. Eine Führung auf den Turm empfehle ich unbedingt, die Geschichte des Glockenspiels und die jahrhunderte alte Technik ist äußerst spannend. Alles darüber erfährst du während dem Aufstieg auf kurzweilige Art.

Durch die Pausen ist das Erklimmen des Turmes nicht wirklich anstrengend, obwohl es viele Stufen nach oben geht, teilweise über knarrende, schmale Holzstufen. Beeindrucken fand ich die Technik mit einer Konstruktion aus unzähligen Zahnrädern, Seilen und Schnüren. Das Herzstück ist eine riesige Messingwalze mit unglaublichen 7.970 Löchern. In diesen wird mit Stiften die Melodie gesteckt.

Das kann nur Salzburg Glockenspiel
Das Herzstück des Glockenspiels

Über 100 unterschiedliche Melodien können gesteckt werden, von dem berühmten Salzburger Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ über Volkslieder bis zu Melodien aus Mozart’s Opern reicht das Repertoire. Die Melodien erklingen täglich um 7.00, 11.00 und 18.00 Uhr.

Während du ganz oben dem Klang der Glocken lauschst, kannst du nebenher noch das Panorama über Salzburg genießen. Weit unten schlängelt sich die Salzach durch die Stadt und der Dom liegt dir zu Füßen. Es lohnt sich, hier einige Minuten zu verweilen.

Das kann nur Salzburg!
Fantastische Sicht auf den Salzburger Dom

Almabkehr

Das kann nur Salzburg! Die trifft bei der Almabkehr definitiv zu! Bei Almabkehr dachte ich zuerst mal an Kühe und Alm. Auf unserer Einladung stand geschrieben, dass wir zur Almabkehr Gummistiefel und eine Stirnlampe mitbringen sollten. Da schwante mir, dass ich hier eventuell falsch lag. Bei unserem Trip durch die österreichische Stadt haben wir erfahren: Die Almabkehr hat absolut nichts mit Kühen zu tun!

Der Almkanal ist ein viele Jahrhundert alter Kanal, der Salzburg im Mittelalter mit Wasser von der Königsseeache versorgte und eines der ältesten Wasserversorgungssysteme Europas ist. Heute noch wird das Wasser des Kanals für vielerlei Anwendungen genutzt, unter anderem durch Kraftwerke. Bis vor gut 60 Jahren wurde die Standseilbahn auf den Festungsberg mit der Wasserkraft aus dem Almkanal angetrieben.

Das Herzstück des Almkanals ist der Stiftsarmstollen. Der Stollen wurde vor über 800 Jahren in mühsamer Handarbeit durch den Mönchsberg getrieben. Jahreszahlen an den Wänden zeugen von Einstürzen und Ausbesserungsarbeiten. Unterschiedliche Gesteinsarten und Bauweisen begegnen dir unterwegs. Es gibt Rundbögen und Spitzbögen, kleine Tropfsteine und den Boden bedecken zum Teil Marmorplatten. Ab und an entdeckt der aufmerksame Beobachter Versteinerungen auf dem Boden.

Einmal im Jahr wird die Schleuse an der Königsseeache für drei Wochen geschlossen, um den Almkanal zu reinigen und Reparaturarbeiten durchzuführen. Während dieser Zeit kann der Stiftsarmstollen in kleinen Gruppen mit einem Guide besichtigt werden. Ein unvergessliches Abenteuer!

Vom Schleusenhäuschen, wo unsere Guide uns empfangen hatte, spazierten wir einige Meter am Kanal entlang bis zum Einstieg, über eine Leiter ging es hinab in die Unterwelt. Feuchte, kalte Luft strömte uns entgegen, die Dunkelheit wurde nur durch unsere Stirnlampen erhellt.

Im Gänsemarsch ging es durch die Windungen des Stollens, meist im Wasser, das bis zu 15 Zentimeter hoch im Almkanal stand (Gummistiefel!!). Immer mal wieder kam vom Vordermann/frau die Warnung, den Kopf einzuziehen oder gebückt zu gehen. Die Ansagen wurden, wie bei der stillen Post, von Vordermann/frau zu Hintermann/frau weitergegeben. Der Stollen ist teilweise nur 1,50 Meter hoch und 80 Zentimeter breit.

Ungefähr eine halbe Stunde später und 400 Meter weiter erblickten wir Licht am Ende des Tunnels, es ging eine Leiter hoch und ans Tageslicht fanden wir mitten in der Stadt auf dem alten, wunderschönen Friedhof von St. Peter.

Noch einiges mehr zur Almabkehr findet ihr hier:

https://www.schoenstezeit.de/almabkehr-salzburgs-kanalsystem-unter-dem-moenchsberg/

Schloss Hellbrunn

Schloss Hellbrunn stand ebenfalls auf unserem Plan. Hier speziell die Wasserspiele, einem Teil der Anlage des Lustschlosses. Wir radelten von der Innenstadt entlang des Almkanals nach Hellabrunn um die Wasserspiele zu bestaunen.

Vor über 400 Jahren ließ der damalige Fürsterzbischof Markus Sittikus das Schloss in Hellbrunn erbauen, das einzig und allein dem Vergnügen dienen sollte. Mit den Wasserspiele überraschte und faszinierte er immer wieder seine Gäste. Die Wasserspiele haben ihre Faszination bis heute nicht verloren.

Eine Vielzahl an Wasserspielen mit einer funktionierenden, über 400 Jahren alten Technik kannst du hier bewundern. Es gibt Grotten, wie die Vogelsanggrotte, wo mehrere Vogelstimmen ertönen. Die zwitschernden Töne werden mechanisch durch Wasserpfeifen erzeugt. In der Neptungrotte rollt eine Fratze mit den Augen und streckt dir urplötzlich seine knallrote Zunge raus, alles wasserbetrieben.

Germaul in der Neptungrotte Wasserspiele Schloss Hellbrunn
Die Fratze des Germaul in der Neptungrotte

Ein mechanisches Theater zeigt das Leben in einer Kleinstadt, über 100 wasserbetriebene Figuren hämmern, sägen und schaffen in der Stadt.

Wenn du an dem langen, steinernen Tisch vorbei kommst, nimm lieber mal nicht Platz auf einem der Hocker, du könntest sonst von unten nass werden! Der Fürsterzbischof lud seine Gäste mit Vorliebe an diesen Tisch ein.

Wasserspiele im Schloss Hellbrunn bei Salzburg
Fürstentisch im Schloss Hellbrunn

Unzählige Brunnen und Fontänen versprühen unvermittelt ihr Wasser, du solltest achtsam sein, wenn du die Gartenanlage trocken verlassen möchtest.

Hangar-7

Direkt neben dem Salzburger Flughafen kannst du die Flying Bulls, eine private Flugzeugflotte eines Salzburger Unternehmers, im Hangar-7 bestaunen. Das Flugzeugmuseum ist in einem eindrucksvollen Gebäude aus Glas und Stahl untergebracht. Eine gigantische Glaskuppel wölbt sich über die Ausstellungsstücke, Stege frei durch die Halle gespannt, gewähren den Besuchern ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Flugzeuge, Hubschrauber, Formel-1-Boliden und Motorräder.

Kulinarisch bietet der Hangar-7 ebenfalls einiges: Das Restaurant Ikarus bietet ein ganz spezielles Konzept an: Jeden Monat bekocht ein anderer Sternekoch die Gäste.

Für ein Frühstück kann ich dir die Carpe Diem Longe im Hangar-7 in schöner Atmosphäre empfehlen.

Unser Hotel in Salzburg

Untergebracht waren wir mitten in der Altstadt im https://www.austria-trend.at/de/hotels/altstadt-salzburg. Das Gebäude mehrere hundert Jahre alte Hotel hat eine jahrhundertealte Geschichte. Unter anderem waren hier schon eine Brauerei und eine Synagoge untergebracht. Jedes der Zimmer in dem verschachtelten Hotel ist anders eingerichtet, alle verströmen einen historischen Charme.

Fazit zu meiner Reise nach Salzburg: Das Motto, unter der die Einladung stand, hatte nicht zu viel versprochen! Viele Sehenswürdigkeiten, die ich euch hier beschrieben habe, findest du tatsächlich nur in Salzburg. Ganz zu schweigen von der Kulinarik. Davon berichte ich euch später in einem gesonderten Beitrag.

Salzburg, ich komme wieder!

Einen Tipp habe ich noch für euch: Mit einer all-inclusive-Salzburg Card erhälst du bei vielen Sehenswürdigkeiten und Museen einmalig einen Gratis-Eintritt, die Verkehrsmittel in der Stadt können mit der Karte kostenfrei benutzt werden.

Die Karte ist für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich.

*Offenlegung dieser hervorragend organisierten Bloggerreise wurde ich von visitsalzburg eingeladen. Herzlichen Dank dafür! Der Beitrag spiegelt meine eigene Meinung wieder.

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5 Kommentare zu “Städtetrip Salzburg – die schönsten Sehenswürdigkeiten der Mozartstadt”
  1. Pingback: Städtetrip Madrid – meine besten Tipps – Bestager Reiseblog

  2. Hallo Dagmar, das ist ein sehr interessanter Beitrag, der mich dazu animiert, wieder einmal die schöne Mozartstadt zu besuchen. Es ist schon lange her, dass ich dort war, und vieles kannte ich gar nicht. Vielen Dank dafür!
    Herzliche Grüße
    Marie

    • Hallo Marie es freut mich, dass mein Beitrag dir Lust auf Salzburg macht. Die Stadt ist auch jetzt im Winter ein Traum.
      Liebe Grüße Dagmar

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