Venedig- die besten Tipps für die Lagunenstadt auf eigene Faust

Landgang in Venedig auf eigene Faust

Heute nehme ich euch auf meinem Reiseblog mit zu einem Ausflug durch Venedig und auf Murano, die Insel der Glasbläserkunst. Wir hatten diesen Ausflug auf eigene Faust organisiert.

Die letzten beiden Tage unserer Kreuzfahrt von Venedig durch die Adria lagen wir Overnight im Hafen von Venedig. So hatten wir etwas mehr Zeit, die Lagunenstadt auf eigene Faust zu entdecken. Nach dem Frühstück verließen wir ganz entspannt das Schiff und haben uns direkt im Hafengelände über Hop On – Hop Off Touren informiert. Diese finden in Venedig auf dem Wasser statt und die Boote fahren auf festen Routen durch die Lagunenstadt und die einzelnen Inseln an.

Kirche IL Redentore auf der Giudecca-Insel,

IL Redentore auf der Giudecca-Insel vor Venedig

Nach einigen Vergleichen haben wir uns für die Tour von CitySightseeing Venezia entschieden. Dieser Anbieter bot 2 Tickets an, einmal eine Rundtour vom Kreuzfahrthafen Venedig über den Markusplatz zur Glasbläserinsel Murano und wieder zurück. Diese Tour fährt insgesamt 7 Anlegestellen an, wo du das Boot verlassen und dann mit einem späteren Boot weiterfahren kannst. Die Boote fahren normalerweise im Halbstunden-Takt.

Mit dem 2. Ticket kannst du auf der Insel Murano eine 2. Runde starten, unter anderem zu der malerischen Insel Burano mit ihren bunten Fischerhäuschen. Wir entschieden uns für das Ticket mit dem Umstieg auf Burano, haben es allerdings nicht genutzt, die Zeit hat uns tatsächlich nicht dafür gereicht.

Zentrum von Venedig

Während der Fahrt bei herrlichem Wetter in dem offenen Hop On – Hop Off Boot ließen wir uns den Wind Venedigs um die Nase wehen, bestaunten die vielen prächtigen Gebäude im Vorbeifahren bis zum Markusplatz. Hier stiegen wir zum ersten mal aus, um durch das Zentrum von Venedig zu schlendern. Unser Ziel war der Markusplatz, einer der bekanntesten Stadtplätze der Welt.

Markusplatz

Der imposante Platz ist an drei Seiten von monumentalen Bauwerken eingerahmt und öffnet sich zum Wasser der Adria hin. Um die ganze Pracht in Ruhe zu betrachten, kannst du hier in einem der Straßencafés eine Kleinigkeit trinken. Die Preise sind auf dem Markusplatz allerdings weitaus höher, als in den Seitengassen des Zentrums.

Bekannteste Sehenswürdigkeiten Venedig

Nationalbibliothek, Campanile, Markusdom, Dogenpalast, eingerahmt von den monolithischen Säulen

Der Markusplatz liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und wird daher bei Hochwasser (Acqua Alta) jedes Jahr mehrere Male überflutet. Der „schönste Festsaal Europas“, wie Kaiser Napoleon den Piazza nannte, ist an sonnigen Tagen von Touristen und Tauben überbevölkert. Das Füttern der Tauben ist übrigens seit einigen Jahren nicht mehr erlaubt, es steht ein Bußgeld von mindestens 500 Euro darauf, also lieber nicht füttern! Die Hinterlassenschaften der Tauben richten jedes Jahr immense Schäden an den Gebäuden und Denkmälern an.

Zur Adria hin öffnet sich das Piazzetta, das kleine Plätzchen. Sehr markant wirken die beiden monolithischen Säulen am Ende dieses Platztes. Die Säulen stammen aus dem 12. Jahrhundert.

Von einer der Säulen schaut der ehemalige Schutzpatron, der Heilige Theodor herab. Auf der anderen Säule thront ein geflügelter Löwe, der Markuslöwe. Dieser steht für den Heiligen Markus, den Stadtheiligen Venedigs.

Dogenpalast

Eines der bekanntesten Gebäude Venedigs ist der monumentale Dogenpalast, ein Meisterwerk der Baukunst, in welchem sich eine Mischung aus der Renaissance, Gotik und dem byzantinischen Baustil vereinen. Der erste Bau, damals noch aus Holz, wurde schon im 9. Jahrhundert errichtet. Das heute noch stehende älteste Gebäude in der Lagunenstadt ist der Südflügel des Dogenpalastes und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Dieser Gebäudeteil wurde einst als Regierungssitz erbaut.

Dogenpalast in Venedig, Reiseblog

Dogenpalast

Der Dogenpalast war über 800 Jahre der Sitz des Dogen und der Regierung der Venezianischen Republik. Hier spielte sich in diesen 800 Jahren die kulturelle, militärische, politische und wirtschaftliche Geschichte der Stadt und der Republik Venedigs ab. Ich finde solche alten, geschichtsträchtigen Gebäude beeindruckend und stelle mir dann vor, was diese alten Mauern schon alles erlebt haben.

Der Dogenpalast beherbergt in seinem Inneren eine Vielzahl von luxeriösen Gemächern der früheren Dogen, sowie Prunkzimmer, die für wichtige Regierungsgeschäfte vorgesehen waren und das Prunkstück, den Saal des Großen Rates.

Falls du den Dogenpalast besichtigen möchtest, empfehle ich dir, ein Ticket vorab online zu kaufen, damit du deine Zeit nicht mit langem Anstehen verbringst.

Basilika St. Markus

Die Markusbasilika ist ein wunderbares Beispiel romanischer-byzantinischer Baukunst. Die erste Kirche, die hier im 9. Jahrhundert als Holzbau entstand, wurde dem Evangelisten Markus geweiht. Im Jahr 976 wurde sie ein Opfer der Flammen. Im 11. Jahrhundert wurde der Grundstein für die heutige Basilika gelegt. Der byzantinische Bau mit 5 Kuppeln wurde auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die  Markusbasilika mit prachtvollem Schmuck, kostbaren Wandmalereien und kunstvollen Mosaiken versehen.

Die prunkvolle Fassade sollte dem Volk angeblich als Altar dienen, um die Gelegenheit zu haben, vom Markusplatz aus an den religiösen Zeremonien teilzunehmen.

Fassade Markusdom Venedig, Reiseblog

Überreich verzierte Fassade des Markusdoms

Im Inneren des Markusdoms kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Beeindruckend sind die vielen Mosaike und das Gold-Antependium über dem Altar. In dem Pala d´oro wird die Geschichte des Heiligen St. Markus dargestellt.

Die wunderschön gestaltete Decke des Markusdoms lohnt einen Blick nach oben!

Falls du die Basilika besichtigen möchtest, empfehle ich dir ebenfalls die Tickets im Vorfeld zu organisieren.

Rialtobrücke

Nach unserer Besichtigung des Markusdoms schlenderten wir durch die Gassen Venedigs, über wunderschöne kleine Brücken, Richtung Rialtobrücke. Diese ist nicht zu verfehlen, überall sind Straßenschilder angebracht.

Nach einem Spaziergang von ca. 30 Minuten, inklusive  Schaufensterbummel standen wir vor dem weltberühmten Bauwerk, mit vielen anderen Touristen.

Rialtobrücke, Kreuzfahrtblog

Rialtobrücke Venedig

Rechts und links säumen kleine Geschäfte die Brücke und an den Außenseiten hast du einen tollen Blick auf den Canal Grande, wenn du einen Platz an der Brüstung ergatterst.

Ausflug auf eigene Faust, Venedig, Kreuzfahrt

Gondoliere auf dem Canal Grande bei der Rialto-Brücke

Die Rialtobrücke war lange Zeit die einzige Brücke, die den Canal Grande überspannte. Die Fundamente der Brücke bestehen aus 12.000 Eichenholzpfählen, die tief in die Lagune gerammt wurden.

Direkt neben der Rialtobrücke liegt das Nobelkaufhaus Fondaco dei Tedeschi. Von der Dachterrasse dieses historischen Gebäudes hast du eine herrliche Aussicht über Venedig. Die Karten für die Dachterrasse können im Vorfeld mit einem genauen Zeitfenster kostenlos gebucht werden.

Aussichtspunkte in Venedig, kostenlos,

Fondaco dei Tedeschi

Auf dem Rückweg zum Markusplatz legten wir unterwegs in einer Seitengasse eine kleine Pause ein und widmeten uns den kulinarischen Genüssen Venedigs.

Murano, die Insel der Glasbläserkunst

Am Markusplatz sind wir wieder auf das Boot aufgestiegen und sind zur Glasbläserinsel Murano gefahren. Murano ähnelt in gewisser Weise Venedig, nur ist hier alles viel kleiner. Es gibt ebenfalls Kanäle anstatt  Straßen und ein großer Kanal führt mitten durch die Insel, der auch hier Canal Grande heißt.

Glasbläserinsel Murano

Glasbläserinsel Murano

Allerdings ist Murano viel kleiner, die Insel beherbergt ca. 5.000 Einwohner auf einer Fläche von nicht viel mehr als einem Quadratkilometer. Hier ist alles viel beschaulicher, als auf der Hauptinsel.

Ausflug auf eigene Faust nach Murano

Canal Grande Murano

Die Hauptattraktion auf Murano ist die Glaskunst und die Glasherstellung. Auf Schritt und Tritt stößt du hier auf die Kunstwerke und wunderschöne Gegenstände aus Glas.

In einigen Betrieben kannst du bei der Herstellung der zum Teil sehr filigranen Kunstwerke zuschauen. Wir schauten einer Glasbläserin bei ihrer faszinierenden Arbeit über die Schultern. Ich hätte Stunden beim Zusehen verbringen können!

Auf Murano kannst du das Glasmuseum besuchen, eines der größten Glasmuseen der Welt. Hier findest du sehenswerte Glaskunst aus den letzten 600 Jahren, zum Teil sehr wertvoll.

Wir schlenderten noch ein wenig durch die Gassen, bestaunten die Glaskunst in den Schaufenstern und den Läden, genossen ein leckeres Eis in einem kleinen Café in einer kleinen Seitengasse.

Gegen Abend mussten wir uns dann noch sputen, um das letzte Boot unserer Rundfahrt nicht zu verpassen. Voller Eindrücke von Murano und Venedig sind wir zurück zum Hafen, wo unser Kreuzfahrtschiff vor Anker lag.

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