Das Nürnberger Land
Man reist nicht um anzukommen, sondern um unterwegs zu sein. Johann Wolfgang von Goethe
Pressereisen sind immer eine spannende Sache und manchmal überrascht einen eine Region so sehr, dass man sich fragt: Warum war ich eigentlich nicht schon früher hier? Genau so ging es mir im Nürnberger Land. Zwischen Altstädten, steilen Felsformationen und leckerem fränkischen Essen habe ich zwei Tage lang eine Mischung aus Natur, Kultur und Genuss erlebt.
Unsere Reise begann in Lauf an der Pegnitz, wo Kopfsteinpflastergassen und Fachwerkhäuser Mittelalter-Flair versprühen. Danach ging’s raus auf den Frankenweg – mit herrlichen Aussichten von der Festung Rothenberg und vom Glatzenstein. Und zum krönenden Abschluss wurde in Hersbruck nicht nur gegessen, sondern genussvoll entdeckt – bei einer kulinarischen Stadtführung.
Was ich alles erlebt und entdeckt habe, erzähle ich dir hier – komm mit auf meine Reise durchs Nürnberger Land.
Ankunft in Nürnberg
Die Reise ins Nürnberger Land startete am Bahnhof. Und zwar am riesigen Hauptbahnhof Nürnberg, wo ich erstmal damit beschäftigt war, mich zu orientieren. Bis alle Mitreisenden eingetrudelt waren, hatte ich noch etwas Zeit und hab spontan den Handwerkerhof direkt gegenüber besucht.
Ein kleines, charmantes Dörfchen mitten in der Stadt, mit Fachwerkhäuschen, duftender Lebkuchenbäckerei, Handwerkskunst und viel Trödel aus vergangenen Zeiten. Perfekt, um schon mal in fränkisches Flair einzutauchen und die leckeren Nürnberger Rostbratwürste zu probieren, bevor die Reise so richtig losgeht.
Lauf an der Pegnitz
Als schließlich alle am Bahnhof angekommen waren, ging’s los. Unser kleiner Reisebus brachte uns schnell und sicher nach Lauf an der Pegnitz. Leider blieb uns kaum Zeit, das hübsche Städtchen mit seiner Altstadt, der Burg und den vielen kleinen Gassen in Ruhe zu erkunden, denn der Magen knurrte und ein Lunch wartete schon. Ein Tisch bei aufgetischt mitten in der Stadt war reserviert.
Das „aufgetischt!“ überzeugte mich mit einer leckeren, internationalen Küche mit kleinen, liebevoll zubereiteten Gerichten, die mit frischen, hausgemachten Zutaten wie Kräutern, Bio-Gemüse und Saucen aus eigenem Sortiment zubereitet wird . Die Speisekarte wechselt wöchentlich. Die Saucen kannst du übrigens auch für zuhause erwerben. Das „aufgetischt“ überzeugte mich auch mit einer gemütlichen Atmosphäre und einem freundlichen Service.
Lauf versprüht mit seinem mittelalterlichen Charme und der idyllischen Lage an der Pegnitz sofort Wohlfühlatmosphäre. Ein Ort, den ich definitiv nochmal in Ruhe besuchen möchte!
Ein Besuch der Festung Rothenberg
So gestärkt ging es weiter mit einem Spaziergang auf die beeindruckende Festung Rothenberg – und zwar bergauf! Der Spaziergang zur Festung war zwar kurz, hatte es aber in sich: ganz schön steil, aber die Mühe lohnt sich.

Oben angekommen, erwartet dich nicht nur eine tolle Aussicht auf Schnaittach und die Umgebung, sondern auch ein echtes Stück Geschichte.
Die Festung thront imposant über dem Ort und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde auf den Überresten einer Burg aus dem 14. Jahrhundert erbaut – allein das fand ich schon spannend. Bei einer Führung haben wir jede Menge über das Leben auf der Festung erfahren: Bis zu 400 Soldaten waren hier stationiert, und in Kriegszeiten zogen sogar die Menschen aus den umliegenden Dörfern mitsamt ihrem Vieh in die Festung ein.
Ein echtes Highlight war für mich der Gang durch die unterirdischen Kasematten. Diese dunklen, kühlen Gänge haben eine ganz besondere Atmosphäre – irgendwie mystisch und ein bisschen unheimlich. Du kannst dir richtig vorstellen, wie sich hier früher das Leben abgespielt hat.
Im 19. Jahrhundert verfiel die Festung dann nach und nach, bis der Heimat- und Verschönerungsverein Schnaittach sich 1892 ihrer annahm und sie für Besucher zugänglich machte. Zum Glück – sonst hätten wir dieses eindrucksvolle Bauwerk heute vielleicht gar nicht mehr erleben können.
Für mich war der Besuch der Festung Rothenberg eine kleine Zeitreise – mit viel Geschichte, spannenden Einblicken und einer Portion Abenteuer. Wenn du also in der Gegend bist: Hochlaufen, durchatmen, an einer Führung teilnehmen und staunen! Die Festung kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Wandern mit Weitblick- vom Rothenberg zum Glatzenstein
Nach der spannenden Führung auf dem Rothenberg stand eine Wanderung auf dem Programm. Unser Ziel: der Glatzenstein, den wir schon von der Burg aus in der Ferne erspäht hatten.
Der Weg dorthin führte uns auf eine Teilstrecke des Frankenwegs, einem der bekanntesten Weitwanderwege Deutschlands. Er reicht vom Rennsteig bis zur Schwäbischen Alb und war übrigens der erste Weg, der mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde – zu Recht, wie wir auf dem kurzen Abschnitt feststellen durften.
Die Strecke war abwechslungsreich und richtig idyllisch: sanfte Anstiege, mal auch etwas steilere, lichte Buchenwälder, weite Wiesen – und immer wieder tun sich dir kleine Ausblicke auf, bei denen du einfach stehen bleiben und genießen musst. Der Wald duftete nach Frühling, Vögel zwitscherten, und die Sonne blitzte durch das Blätterdach. Für mich genau das, was Wandern ausmacht: Natur pur und der Kopf wird angenehm leer.
Als wir schließlich am Glatzenstein ankamen, wurden wir mit einer Aussicht belohnt, die wirklich gigantisch war. Der Blick reicht über das Nürnberger Land bis weit ins Fränkische hinein – ein echter „Wow“-Moment.
Diese Wanderung war definitiv eines meiner Highlights der Tour. Wenn du also Lust auf eine überschaubare, aber unglaublich schöne Etappe in Franken hast: Pack die Wanderschuhe ein und los geht’s zum Glatzenstein!
Nach diesem ereignisreichen ersten Tag ließen wir den Abend ganz entspannt im Berggasthof Igelwirt in Schnaittach ausklingen. Bei einem leckeren Abendessen und einem guten Glas Wein konnten wir nochmal in Ruhe über all die Eindrücke plaudern.
Der Igelwirt liegt wunderschön auf einer Anhöhe mit Blick ins Tal – perfekt, um zur Ruhe zu kommen. Die Zimmer waren gemütlich und liebevoll eingerichtet, das Frühstück am nächsten Morgen ließ keine Wünsche offen. Ein Ort, an dem man sich sofort willkommen fühlt!
Genuss trifft Geschichte: Kulinarische Stadtführung in Hersbruck
Der zweite Tag unserer Reise startete mit einer ganz besonderen Stadtführung – in Hersbruck, der ersten cittaslow-Stadt außerhalb Italiens.
Cittaslow – was ist das eigentlich?
Ganz einfach: Cittaslow ist eine weltweite Bewegung für Städte, die bewusst langsamer leben wollen – also das Gegenteil von hektischem Großstadttrubel. Hier geht’s um Lebensqualität, Regionalität, Nachhaltigkeit und das echte Miteinander der Menscheninder. Weniger Stress, mehr Zeit für gutes Essen, Handwerk, Natur und Kultur. Städte, die bei Cittaslow mitmachen, setzen auf das Motto: „Lieber gut leben als einfach nur schnell.“ Und das merkt man – zum Beispiel in Hersbruck.
Die Stadtführung startete direkt genussvoll: Im Biergarten mitten in der Stadt gab’s ein frisch gezapftes Bier und dazu Obazda auf Brot – ein Auftakt nach Maß. Danach spazierten wir durch die Altstadt, vorbei an hübschen Fachwerkhäusern, während unsere Stadtführerin spannende Geschichten und Anekdoten erzählte.

An den weiteren Stationen warteten immer neue, liebevoll vorbereitete Köstlichkeiten auf uns: feiner Tee mit süßen und salzigen Leckereien, ein Gläschen Wein im Weinladen mit leckeren Canapés – perfekt für eine kulinarischeStadtführung.

Besonders originell war für mich Wasser und Brot – stilecht serviert neben der Arrestzelle im Keller des Amtsgerichts. An einer weiteren Station wurden wir mit raffinierten fränkischen Tapas im Glas verwöhnt – kleine, liebevoll zubereitete Köstlichkeiten, die Tradition und Kreativität perfekt vereinten.
Der Abschluss fand im Deutschen Hirtenmuseum in Hersbruck statt – dem einzigen seiner Art im deutschsprachigen Raum. Neben einem Buffet mit allerlei fränkischen Spezialitäten gab’s hier auch spannende Info zu cittaslow.
Hersbruck is(s)t anders. Wenn du Lust auf Geschichte, gutes Essen und echte Entschleunigung hat, solltest du diese Tour nicht verpassen!
Nach all den spannenden Infos über Hersbruck, das entspannte Cittaslow-Lebensgefühl und jede Menge fränkischer Leckereien, stiegen wir satt und ein wenig müde in unseren kleinen Reisebus, nächster Halt: der Frankenwald! Was wir dort erlebt haben, verrate ich euch im nächsten Beitrag.
Fazit
Dieser erste Teil der Pressereise hat mir gezeigt, wie vielseitig und beeindruckend das Nürnberger Land wirklich ist. Diese Eindrücke gebe ich an dieser Stelle gerne an euch weiter!
Zwischen unberührter Natur und spannenden historischen Orten war jeder Programmpunkt spannend.
Das Nürnberger Land Regionen hat seinen ganz eigenen Charme und ist absolut empfehlenswert – egal, ob für einen längeren Urlaub oder einen spontanen Kurztrip. Wer Natur, Kultur und gutes Essen schätzt, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Für mich steht fest: Das war nicht mein letzter Besuch im Nürnberger Land!
Ein herzliches Dankeschön an die Agentur noble kommunikation sowie an Tourismusverband Franken und Nürnberger Land Tourismus für die Einladung* und die tolle Organisation dieser Reise. Es war rundum gelungen – informativ, genussvoll und einfach richtig schön!
*Die Einladung beeinflusst in keinster Weise meine Berichterstattung.

















